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Tesla Roadster: Aktiver Heckflügel mit 700 kg Abtrieb patentiert

Roter Tesla Sportswagen mit großem Heckspoiler in weißem, minimalistischen Raum, seitlich betrachtet.
In diesem Artikel
  1. Unsichtbar, bis er gebraucht wird
  2. Erhöhte Sicherheit
  3. Nur noch wenige Tage

Bereits 2017 erstmals angekündigt, zählt der Tesla Roadster zu den am sehnlichsten erwarteten Modellen des US-Herstellers. Gleichzeitig ist er eines jener Fahrzeuge, deren Marktstart am häufigsten verschoben wurde.

Ursprünglich war die Markteinführung für 2020 vorgesehen, danach wanderte der Termin mehrfach nach hinten: zunächst auf 2022, dann auf 2023 und später auf 2025. Nun scheint es allerdings ernst zu werden. Tesla hat für die Präsentation einen neuen Termin festgelegt: 1. Oktober in Waco, Texas. Erste mögliche Details tauchen bereits auf.

Zu den jüngsten Informationen gehört eine von Tesla angemeldete Patentlösung für einen aktiven Heckflügel, der bis zu 700 kg Downforce – auf Deutsch Abtrieb – erzeugen kann.

Ob diese Technik im neuen Tesla Roadster eingesetzt wird, ist noch nicht bestätigt. Die beim United States Patent and Trademark Office (USPTO) eingereichten Zeichnungen legen jedoch nahe, dass sie zu den für den Sportwagen vorgesehenen Lösungen gehören könnte.

Unsichtbar, bis er gebraucht wird

Das unter der Nummer US 2026/0285418 A1 geführte Patent beschreibt einen „versteckten“ Heckflügel, der bündig in die Karosserie integriert ist. Er besteht aus zwei Teilen: einem Hauptelement sowie einer sekundären aerodynamischen Fläche, die wenige Millimeter davor angeordnet ist.

Im normalen Fahrbetrieb bleibt das System vollständig versenkt und auf einer Ebene mit der Karosserie. Damit werden die fliessenden Linien des Fahrzeugs erhalten und die Aerodynamik begünstigt. Wird hingegen zusätzlicher Abtrieb benötigt, bewegt ein Gelenkmechanismus die Einheit nach oben und hinten. Den erforderlichen Winkel stellt sie dabei in weniger als drei Sekunden beziehungsweise einer Viertelsekunde ein.

Noch beeindruckender als die Aktivierungszeit des Systems ist sein maximaler aerodynamischer Anpressdruck. Abhängig von der Stellung des Spoilers soll dieser laut Marke bis zu 700 kg Abtrieb erzeugen können.

Das Patent umfasst ausserdem einen von der Formel 1 inspirierten DRS-Modus (Drag Reduction System). Nach seiner Aktivierung verändert sich der Winkel des Heckflügels, um den Luftwiderstand zu senken und höhere Höchstgeschwindigkeiten zu ermöglichen.

Den Angaben des Dokuments zufolge erhöht der geöffnete Flügel den Luftwiderstandsbeiwert (Cx) um 0,035. Bei aktivem DRS-Effekt sinkt dieser Wert gegenüber dem Modus mit maximalem Downforce um 0,250.

Wie bei anderen adaptiven Systemen dieser Art reagiert die von Tesla patentierte Technik nicht ausschliesslich auf die Fahrzeuggeschwindigkeit. Ihr Verhalten berücksichtigt zudem Lenkwinkel, Bremskraft, Querbeschleunigung und sogar den GPS-Standort.

Erkennt das Navigationssystem, dass das Fahrzeug eine Rennstrecke befahren hat, passt es sich an diese Situation an und stellt seine Betriebsparameter automatisch so ein, dass Kurvenverhalten und Bremsleistung maximiert werden.

Erhöhte Sicherheit

Im ausgefahrenen Zustand ragt der Flügel über den hinteren Umriss der Karosserie hinaus. Das wirft bei einem Heckaufprall Sicherheitsfragen auf.

Um dieses Problem zu lösen, hat der US-Hersteller zwei Massnahmen entwickelt. Die erste nutzt Sensoren rund um das Fahrzeug – Kameras und Radare –, die einen drohenden Heckaufprall erkennen und den Notrückzug des Flügels auslösen können. Sollte das System ihn nicht rechtzeitig einfahren, verfügt der Mechanismus über eine programmierte Bruchschwelle. Dadurch kann der Flügel in sich zusammenklappen, damit keine Art hervorstehende „Klinge“ entsteht.

Nur noch wenige Tage

Tesla hat zwar noch nicht bestätigt, dass dieses System für den neuen Roadster bestimmt ist, doch die im Patent gezeigten Zeichnungen passen zu dem Sportwagen. Die Bestätigung dürfte bereits am Donnerstag, dem 1. Oktober, erfolgen: An diesem Tag hat Tesla die Präsentation des Modells in Waco, Texas, angesetzt.

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Katharina Leitner

Katharina Leitner ist Kulturwissenschafterin und Autorin aus Graz mit Schwerpunkt auf österreichischer Alltagskultur und regionalen Sprachbesonderheiten. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Schmolik, dessen Traditionen, Bedeutungen und zeitgemäßen Entwicklungen, und sammelt dazu Geschichten, Rezepte und Erfahrungsberichte aus ganz Österreich.

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