Gerüchte hatten bereits darauf hingedeutet, nun ist es offiziell: Volkswagen überträgt den Namen Tiguan auf sein Elektroportfolio und bringt einen „neuen“ SUV namens ID. Tiguan. Seine Weltpremiere ist für Anfang Oktober angesetzt, der Marktstart soll Anfang 2027 erfolgen.
Das neue Elektrofahrzeug wird die aktuellen Modelle ID.4 und ID.5 ablösen. Parallel dazu bleibt der „konventionelle“ Tiguan im Angebot, weiterhin mit Verbrennungs- und Hybridantrieben.
Die Umbenennung kommt nicht völlig unerwartet. Zunächst kennzeichnete die Marke aus Wolfsburg ihre rein elektrischen Modelle mit Zahlen. Diese Strategie wich von der gewohnten Modellbezeichnung der Marke ab und machte es nicht immer einfach, die Position eines Fahrzeugs innerhalb der Palette einzuordnen.
Inzwischen passt Volkswagen seinen Kurs jedoch an und greift für neue Elektroautos wieder auf bekannte Namen zurück. Ein Beispiel dafür ist der Volkswagen ID. Polo, der zunächst durch die Studie ID.2all angekündigt wurde.
Mit dem neuen ID. Tiguan setzt Volkswagen diesen Weg fort und bringt einen innerhalb der Marke besonders gewichtigen Namen ins Elektroprogramm. „Mehr als 8,3 Millionen produzierte Tiguan belegen die Stärke und das Vertrauen, die mit diesem Namen verbunden sind. Der Tiguan steht für ein vielseitiges und Premium-Fahrzeug und verkörpert die Essenz eines echten Volkswagen“, erklärte Thomas Schäfer, Vorstandsvorsitzender der Marke, in einer Mitteilung.
Gleicher Name, unterschiedliche Fahrzeuge
Abgesehen vom nahezu identischen Namen und der SUV-Bauform verbindet den Tiguan mit dem neuen ID. Tiguan nicht viel. Während der Tiguan auf der MQB-Evo-Plattform basiert – die beispielsweise auch beim Golf zum Einsatz kommt – und mit Benzin-, Diesel- sowie Plug-in-Hybridantrieben erhältlich ist, wird der ID. Tiguan ausschliesslich elektrisch fahren.
Technische Daten hat Volkswagen bislang nicht veröffentlicht. Dennoch liegt nahe, dass der ID. Tiguan ebenfalls die neuen Elektromotoren erhält, die bereits in anderen Modellen des Volkswagen-Konzerns eingesetzt werden, etwa im überarbeiteten Audi Q4 e-tron oder im neuen Skoda Peaq.
An der Spitze der Modellreihe könnte der ID. Tiguan, ähnlich wie der ID.3 NEO, zudem als Version mit dem Kürzel GTI angeboten werden. Damit wäre er das dritte Elektroauto der Marke, das diese Bezeichnung trägt.
Das dürfte nicht allen gefallen, ist jedoch kaum überraschend: Bereits ID.4 und ID.5 verfügten über eine leistungsstärkere Ausführung mit der Bezeichnung GTX.
Volkswagen ID. Tiguan mit völlig neuem Exterieur und Interieur
Volkswagen hat den ID. Tiguan bisher nur getarnt gezeigt, dennoch lassen sich bereits einige Unterschiede erkennen. Besonders auffällig ist die vollständig überarbeitete Gestaltung: Die bisherigen geschwungenen Linien weichen einer kantigeren Formensprache.
Dazu tragen die neuen Stossfänger sowie die vorderen und hinteren Leuchtengruppen bei. Diese entsprechen übrigens jenen, die bereits etwa beim neuen Volkswagen ID. Cross zu finden sind.
Auch im Innenraum setzen sich die Parallelen fort. Obwohl das Armaturenbrett noch stark getarnt ist, drängt sich der Vergleich mit den jüngsten Volkswagen-Modellen auf.
Im Mittelpunkt steht die Rückkehr physischer Tasten für die Klimatisierung. Darüber hinaus gibt es ein neues Lenkrad und digitale Neuerungen, insbesondere bei den Bildschirmen, die voraussichtlich exakt jenen entsprechen, die bereits im ID.3 NEO zu sehen waren.
Wann kommt er?
Der neue Volkswagen ID. Tiguan dürfte schon Anfang des kommenden Monats enthüllt werden. Der Verkaufsstart in Europa ist für Anfang 2027 vorgesehen.






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