Porsche hat den 911 GT3 R rennsport vorgestellt: ein 620 PS starkes „Monster“ für Sportwagenfans und Sammler.
Seine Premiere feierte der auf nur 77 Exemplare limitierte Porsche 911 GT3 R rennsport bei der „Rennsport Reunion 7“, die dieser Tage auf der legendären Rennstrecke Laguna Seca in Kalifornien (USA) stattfindet.
Für die offiziellen GT3-Meisterschaften der FIA ist dieser 911 GT3 R rennsport allerdings nicht homologiert. Auch auf öffentlichen Straßen darf er nicht fahren. Der Grund: Dieser 911 ist ein echtes „Monster“, das keinen Reglementfesseln unterliegt. Ein Traumspielzeug – oder, anders gesagt, eines der spektakulärsten Fahrzeuge für Rennstreckentage, die Porsche je gebaut hat.
Als Grundlage dient der 911 GT3 R aus dem Rennsport. Der rennsport hebt sich jedoch durch ein eigenständiges Design und ein noch aggressiveres Aerodynamikpaket ab.
Porsche 911 GT3 R rennsport: Wild und ohne Reglement
Vom serienmäßigen GT3 R wurden laut dem Stuttgarter Hersteller lediglich Motorhaube und Dach übernommen. Sämtliche anderen Karosserieelemente änderte Porsche. Besonders deutlich zeigt sich das an der Front, die zusätzliche Lufteinlässe und einen noch markanteren Luftdiffusor erhielt.
In der Seitenansicht fällt auf, dass Außenspiegel vollständig fehlen. Stattdessen übertragen drei Kameras ihre Bilder auf Bildschirme im Innenraum. Das soll die aerodynamische Effizienz des 911 GT3 R rennsport verbessern. Hinzu kommt die „Mutter“ aller Heckflügel, deren Vorbild der legendäre 935/77 ist.
Der Heckflügel erzeugt so hohe Abtriebswerte, dass Porsche ihn mit zwei zusätzlichen senkrechten Streben verstärken musste. Aus Gewichtsgründen verzichtete die Stuttgarter Marke außerdem auf Gitter im unteren Bereich des hinteren Stoßfängers. Dadurch liegt die Abgasanlage mit ihren zwei mittig angeordneten Endrohren frei.
Abgerundet wird das Äußere durch 18-Zoll-Felgen von BBS. Sie sind serienmäßig in „Dunkelsilbermetallic“ lackiert und erfüllen sämtliche vorgeschriebenen technischen Anforderungen an eine Rennsportfelge mit Zentralverschluss.
Rennmotor ohne „Fesseln“
Weil der 911 GT3 R rennsport keinerlei Einschränkungen des FIA-GT3-Reglements unterliegt, fällt auch seine Technik noch wilder aus.
Der 4,2-Liter-Sechszylinder-Boxermotor stammt aus dem 911 GT3 R für den Rennsport. In der rennsport-Version leistet er jedoch deutlich mehr: Statt 565 PS stehen nun 620 PS zur Verfügung, die ein sequenzielles Sechsganggetriebe an die Hinterräder überträgt.
Das entspricht einer Leistung von bis zu 148 PS je Liter Hubraum – ein bemerkenswerter Wert für einen Rennsport-Saugmotor, der bis zu 9400 U/min „schreien“ kann.
Der Motor verträgt herkömmliche Kraftstoffe, wurde aber für den Betrieb mit E25 ausgelegt, einer Mischung aus 25 % Ethanol und 75 % Benzin. Kolben und Nockenwellen wurden eigens dafür entwickelt.
Ein entsprechender Preis
Der 911 GT3 R rennsport ist ebenso exklusiv wie spektakulär und, wie zu erwarten, nicht billig.
Wer sich eines der 77 Exemplare dieses „Sammlerstücks“ sichern möchte, wie Porsche es nennt, muss 951.000 Euro vor Steuern bezahlen. Damit liegt der Preis jenseits der Millionengrenze.
Das ist zweifellos ein kleines Vermögen. Doch so viel kostet einer der außergewöhnlichsten Porsche 911 der vergangenen Jahre.






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