Wie hätten Sie Ihr Familien-SUV gern? Mit einer Beschleunigung, bei der die Insassen ihr Frühstück womöglich ein zweites Mal sehen, und einer Höchstgeschwindigkeit, die mit den Deutschen mithalten kann? Dann kommt hier das brandneue, irrwitzig schnelle Tesla Model Y Performance.
Tesla Model Y Performance: Antrieb und Reichweite
Nach dem Model 3 Performance aus dem Vorjahr hat Tesla nun sein vernünftiges SUV auf den Nürburgring geschickt und von der Leine gelassen. Das Model Y erhält dafür die neuesten Antriebseinheiten vom Typ „Performance 4DU“. Sie schicken insgesamt 466 PS an alle vier Räder und beschleunigen das Fahrzeug in 3,3 Sekunden von 0 auf 97 km/h. Schluss ist erst bei rund 249 km/h.
Auch der Akku wurde überarbeitet. Er wiegt nicht mehr als das Herzstück des regulären Model Y, enthält aber neue Zellen mit höherer Energiedichte. Tesla nennt für seine Akkus keine Kapazitäten mehr. Angegeben werden allerdings rund 579 Kilometer Reichweite nach WLTP und eine Effizienz von etwa 6,1 Kilometern pro kWh.
Das ist aber noch der langweilige Teil: Die Tesla-Ingenieure haben außerdem die adaptive Fahrwerkstechnik aus dem Model 3 Performance übernommen und auf das größere Fahrzeug abgestimmt. Hinzu kommen neue Federn, Stabilisatoren und Buchsen sowie „Verbesserungen an der hinteren Karosseriestruktur“, die offenbar die Verwindungssteifigkeit erhöhen. Ein kompromissloses Fahrzeug für Rennstreckentage soll es zwar eindeutig nicht sein, auf kurvigen Straßen dürfte es sich aber flott bewegen lassen. Dafür gibt es individuell einstellbare Fahrmodi mit der bekannten Beschleunigungseinstellung „Wahnsinn“ und einem Schalter, der die Traktionskontrolle etwas weniger streng eingreifen lässt.
Design und Innenraum des Tesla Model Y Performance
Auch das Designteam durfte mitreden: Neue Stoßfänger vorne und hinten verringern sowohl den Luftwiderstand als auch den Auftrieb. Wie beim Model 3 unterscheiden ein Heckspoiler aus Kohlefaser und rote Bremssättel das Model Y Performance von seinen regulären Geschwistern. Dazu kommen mehrere „Performance“-Schriftzüge – die offenbar keinesfalls als Plaid-Embleme bezeichnet werden sollten – und 21 Zoll große Schmiederäder namens „Arachnid 2.0“.
Im Innenraum überrascht Tesla mit einem aufgewerteten zentralen Touchscreen. Er misst nun 16 statt 15,4 Zoll und besitzt beinahe 80 Prozent mehr Pixel als der Bildschirm in den anderen überarbeiteten Model Y. Das dürfte eine ganze Menge Pixel bedeuten. Der größere, höher auflösende Bildschirm soll offenbar dem Performance vorbehalten bleiben.
Fahrer und Beifahrer nehmen auf speziellen, beheizbaren und belüfteten Performance-Sitzen mit etwas mehr Seitenhalt Platz. Am Armaturenbrett und an den Türen finden sich zudem Zierelemente aus echter Kohlefaser. Die übrige Ausstattung des regulären Model Y bleibt ebenfalls erhalten, darunter das Panoramadach, der 8,0-Zoll-Bildschirm im Fond und die Autopilot-Software.
Marktstart und Preis des Tesla Model Y Performance
Bemerkenswerterweise startet das Model Y Performance zuerst in Europa, im Nahen Osten und in Afrika. In Großbritannien werden bereits Bestellungen angenommen, die Auslieferungen sollen dort im September beginnen. Zum Marktstart in den USA gibt es noch keine Einzelheiten. In Großbritannien kostet das Fahrzeug 61.990 Pfund und damit 2.000 Pfund mehr als das Model 3 Performance sowie 10.000 Pfund mehr als das Model Y mit großer Reichweite und Allradantrieb.
Alle für Europa bestimmten Model Y Performance werden in der Tesla Gigafactory Berlin-Brandenburg in Deutschland gebaut.






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