Zum Inhalt springen
Nachrichten

Der neue Range Rover Sport Electric: 550 PS, 850 Nm und bis zu 609 km Reichweite

Weißer Range Rover Sport mit schwarzen Dächern und kupferfarbenen Felgen in modernem Showroom.
In diesem Artikel
  1. Range Rover Sport Electric mit 550 PS und 850 Nm
  2. Tiefer und steifer
  3. Er bleibt ein Range Rover
  4. 118,5 kWh und 800-Volt-Architektur
  5. Wann kommt er?

Range Rover treibt die Elektrifizierung seiner Modellpalette weiter voran. Nachdem Diogo Teixeira den Range Rover Electric bereits im Vereinigten Königreich getestet hat, erhält nun auch der Range Rover Sport einen rein elektrischen Antrieb.

Der neue Range Rover Sport Electric bietet 550 PS und 850 Nm. Seine Batterie mit 118,5 kWh ermöglicht laut Hersteller eine kombinierte Reichweite von bis zu 609 km nach WLTP.

Die Neuerungen beschränken sich aber nicht auf den Antrieb: Im Zuge der Umstellung hat Range Rover auch die Karosserie steifer ausgelegt, den Schwerpunkt abgesenkt und mehrere Fahrwerkskomponenten überarbeitet.

Das Versprechen lautet, die von einem Range Rover erwarteten Geländefähigkeiten zu erhalten und sie mit den Vorteilen des Elektroantriebs sowie einem verfeinerten Fahrverhalten zu verbinden.

Range Rover Sport Electric mit 550 PS und 850 Nm

In der stärkeren Ausführung EV55o verfügt der neue Range Rover Sport Electric über zwei Elektromotoren mit jeweils 260 kW, einen pro Achse. Gemeinsam leisten sie 405 kW (550 PS) und entwickeln 850 Nm. Für den EV450 werden 331 kW (450 PS) und 677 Nm angegeben.

Mit 850 Nm erreicht der Range Rover Sport den höchsten Drehmomentwert seiner bisherigen Geschichte. Damit beschleunigt er im Dynamic Launch Mode in 4,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 200 km/h begrenzt.

Noch interessanter ist, wie das Drehmoment an die Räder gelangt: Laut JLR erfolgt die Reaktion um 50 % schneller als beim Range Rover Electric. Die Traktionsregelung steuert die Motoren einzeln an, um auch auf schwierigem Untergrund Grip zu finden.

Tiefer und steifer

Damit die Fahrdynamik den Erwartungen entspricht, haben die britischen Ingenieure umfassende Änderungen vorgenommen. Die Karosserie des Range Rover Sport Electric ist um 61 % steifer als jene der Plug-in-Hybridversionen des Range Rover Sport, während der Schwerpunkt um 73 mm tiefer liegt.

Auf den ersten Blick sind diese Änderungen kaum sichtbar, bei einem SUV mit diesen sportlichen Proportionen aber besonders wichtig. Schließlich will Range Rover den dynamischeren Charakter bewahren und sogar stärken, durch den sich der Sport innerhalb der Modellpalette stets ausgezeichnet hat.

Die Luftfederung Dynamic Air Suspension arbeitet mit Zweiventil-Dämpfern und der aktiven elektronischen Wankstabilisierung eARC zusammen. Letztere kann an jeder Achse ein Drehmoment von bis zu 1400 Nm aufbringen, um die Karosseriebewegungen zu kontrollieren.

Hinzu kommen eine Allradlenkung und das System Adaptive Dynamics 2. Dieses überwacht 100 Parameter bis zu 500 Mal pro Sekunde und passt das Ansprechverhalten des Fahrwerks sowie die Karosserieneigung laufend an.

Er bleibt ein Range Rover

Den besonders puristischen Range-Rover-Fans verspricht die britische Marke, dass die Elektrifizierung keinen Verzicht auf die prägenden Eigenschaften der Range-Rover-Familie verlangt.

Neben dem durch die beiden Motoren ermöglichten Allradantrieb besitzt der Range Rover Sport Electric eine eigene Traktionsregelung und kann Gewässer mit einer Tiefe von bis zu 900 mm durchqueren. Mehr wäre nur möglich, wenn er schwimmen könnte – so, wie Mercedes-Benz es für seine SUV anstrebt.

Um diese Fähigkeiten zu demonstrieren, schloss Range Rover das Entwicklungsprogramm für das Modell in den Marmorsteinbrüchen von Carrara in Italien ab. Dort meisterte der elektrische Range Rover Sport Steigungen von bis zu 45 Grad.

118,5 kWh und 800-Volt-Architektur

Die gesamte „elektrische Maschine“ wird von einer Batterie mit 118,5 kWh nutzbarer Kapazität versorgt, die in die MLA-Flex-Architektur integriert ist.

Die maximale Ladeleistung an Gleichstrom (DC) hat Range Rover nicht bekannt gegeben. Nach Angaben der Marke lassen sich dank der 800-Volt-Elektroarchitektur jedoch in nur 10 Minuten bis zu 220 km Reichweite nachladen; ein Ladevorgang von 10 auf 80 % soll rund 22 Minuten dauern. An Wechselstrom (AC) akzeptiert der Range Rover Sport Electric Ladeleistungen von bis zu 22 kW.

Die angegebene Reichweite beträgt bis zu 609 km nach WLTP. Unter realen Bedingungen hält JLR mit einer Ladung bis zu 533 km für möglich. Dieser letzte Wert ist allerdings eine Schätzung der Marke und kein homologierter Wert.

Um solche Werte zu erreichen, berücksichtigten die JLR-Ingenieure und -Designer die Aerodynamik von Anfang an. Erkennbar wird das vor allem am teilweise geschlossenen Kühlergrill und an den optimiert gestalteten Felgen.

Allein diese Elemente sollen laut Range Rover bei Autobahngeschwindigkeit bis zu 16 km zusätzliche Reichweite ermöglichen. Das kann sich sehen lassen.

Als Ausgleich für den fehlenden klassischen V8-Motor hat Range Rover schließlich eine eigene Klangsignatur für den Sport Electric entwickelt. Sie ist mit den Fahrmodi synchronisiert und lässt die Reaktion des Motors akustisch nachvollziehen. Wer davon nicht überzeugt ist, kann sich in diesem Video immer noch das „Brüllen“ des V8 anhören:

Wann kommt er?

Angeboten wird der Range Rover Sport Electric in den Ausstattungen Dynamic SE, Dynamic HSE, Autobiography und First Edition.

Die First Edition zeichnet sich durch die Konfiguration Zadar Grey, ein kontrastierendes schwarzes Dach, 22-Zoll-Felgen und das Finish Satin Wrap aus. Bei der Autobiography können Kundinnen und Kunden außerdem das Programm Range Rover Bespoke nutzen, um praktisch jedes Detail individuell zu gestalten und ein Einzelstück zu schaffen.

Gefertigt wird das Modell im britischen Solihull, im selben Werk wie die übrigen Versionen des Range Rover Sport. In Portugal werden bereits Bestellungen angenommen, Preise wurden allerdings noch nicht bekannt gegeben.

Gerade beliebt

Katharina Leitner

Katharina Leitner ist Kulturwissenschafterin und Autorin aus Graz mit Schwerpunkt auf österreichischer Alltagskultur und regionalen Sprachbesonderheiten. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Schmolik, dessen Traditionen, Bedeutungen und zeitgemäßen Entwicklungen, und sammelt dazu Geschichten, Rezepte und Erfahrungsberichte aus ganz Österreich.

Kommentare

Noch keine Kommentare. Sei der Erste!

Kommentar hinterlassen