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Opel Grandland mit 325 PS: Das elektrische SUV im Überblick

Blauer Opel Grandland 325 Elektro-SUV in modernem Showroom mit Ladestation im Hintergrund.
In diesem Artikel
  1. Opel Grandland: Sachliches Design statt Extravaganz
  2. 325 PS und Allradantrieb: Leistung im Vordergrund
  3. AGR-Komfort als Geheimwaffe des Opel Grandland
  4. Premiumpreis für ein pragmatisches SUV

Der Opel Grandland ist eng mit dem Peugeot 3008 verwandt, zeigt aber seinen ganz eigenen Charakter und bringt ebenso eigenständige Argumente mit. Neben dem zurückhaltenderen Auftritt fallen vor allem seine beeindruckend effektiven Scheinwerfer auf.

Er ist wohl die zweite Wahl, an die kaum jemand denkt: Unter den französischen SUV-Favoriten findet sich der Opel Grandland jedenfalls nicht. Schon bisher stand er im Schatten seines gefeierten Verwandten Peugeot 3008, und auch bei der zweiten Generation wiederholt sich diese Geschichte. Das ist schade, denn der Deutsche hat eine ganze Reihe eigener Vorzüge. Wir haben die 325 PS starke Elektroversion getestet. Das waren unsere Erwartungen vor der Fahrt.

Opel Grandland: Sachliches Design statt Extravaganz

Von der auffälligen Formensprache des Peugeot 3008 ist beim Grandland nichts zu sehen. Das ist Absicht: Opel setzt auf ein ausgesprochen rationales, unauffälliges Design. Es soll möglichst vielen gefallen, riskiert dabei aber, beinahe langweilig zu wirken. Eigenständige Akzente setzen vor allem der Vizor-Kühlergrill mit beleuchtetem Logo und der ebenfalls leuchtende Opel-Schriftzug am Heck.

Erwähnenswert sind die Intelli-Lux-LED-Scheinwerfer mit 50.000 Pixeln. Abseits davon bleibt die Gestaltung schmucklos, die Karosserielinien verlaufen gerade. Auch die Fastback-Form des 3008 hat Opel verworfen: Der Grandland trägt eine ganz konventionelle Silhouette. Selbst die 325-PS-Version wirkt nur geringfügig markanter, mit leicht überarbeiteten Stoßfängern vorne und hinten.

325 PS und Allradantrieb: Leistung im Vordergrund

Das 325-PS-Modell erhält seinen Allradantrieb durch zwei Elektromotoren. Das ist eine beachtliche Leistung, allerdings auch teuer: Es handelt sich um den Grandland am oberen Ende der Modellpalette. Darunter stehen zwei weitere Elektrovarianten zur Wahl: eine mit 230 PS und 694 km Reichweite sowie eine mit 213 PS, deren Reichweite auf 513 km sinkt.

Bei den Hybriden bildet ein Mildhybrid mit 145 PS den Einstieg. Rein elektrisches Fahren ist damit nur sehr eingeschränkt möglich. Wer längere Strecken lautlos zurücklegen möchte, muss zum Plug-in-Hybrid mit 225 PS greifen, der elektrisch 87 km schafft. Das ist die sinnvollere Wahl – vorausgesetzt, er wird regelmäßig geladen. Einen Diesel gibt es nicht.

AGR-Komfort als Geheimwaffe des Opel Grandland

Auch innen vermeidet der Grandland gestalterische Exzesse und gibt sich betont zurückhaltend. Zwar gibt es einzelne originelle Details, doch an das Spektakel des 3008 reicht das nicht heran. Eine schwebende, gebogene Displayfläche fehlt: Stattdessen setzt der Grandland auf einen einzelnen 16-Zoll-Bildschirm, der breit, aber nicht besonders hoch ausfällt.

Die dahinterliegende Software entspricht jener des 3008. Das normal große Lenkrad besitzt drei Speichen und einen dünnen Kranz. Ausgezeichnet sind die AGR-zertifizierten Sitze, die wir auf einer längeren Fahrt ausprobiert haben. Eine kleine Rinne in der Mitte der Sitzfläche hilft bemerkenswert gut dabei, Ermüdung und Rückenschmerzen hinauszuzögern.

Premiumpreis für ein pragmatisches SUV

Der Opel Grandland erhebt zwar nicht den Semi-Premium-Anspruch des 3008, günstig ist er deswegen aber nicht. Los geht es bei 38.990 € für die Basisausstattung Edition mit Mildhybrid-Antrieb. Die Elektroversion kostet erwartungsgemäß mehr und beginnt bei 44.490 €. Für den Plug-in-Hybrid werden mindestens 43.490 € fällig.

Besonders interessiert uns allerdings das elektrische Modell mit zwei Motoren und Allradantrieb. Mit 53.690 € ist es eindeutig kein Schnäppchen mehr. Das liegt auch daran, dass diese Kombination ausschließlich mit der gehobenen Ausstattung Ultimate erhältlich ist. Zum Vergleich: Der entsprechende 3008 kostet 53.190 €, ein gleich motorisierter Jeep Compass 51.490 € – und bietet dabei 50 PS mehr. Ob sich der Preis auf der Straße rechtfertigt, zeigt unser Test, der diesen Sonntag erscheint!

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Katharina Leitner

Katharina Leitner ist Kulturwissenschafterin und Autorin aus Graz mit Schwerpunkt auf österreichischer Alltagskultur und regionalen Sprachbesonderheiten. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Schmolik, dessen Traditionen, Bedeutungen und zeitgemäßen Entwicklungen, und sammelt dazu Geschichten, Rezepte und Erfahrungsberichte aus ganz Österreich.

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