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Koenigsegg: Agera RS und Regera im Blick auf neue Rekorde

Weißer Koenigsegg Supersportwagen mit schwarzem Mittelstreifen in modernem Showroom vor Stadtkulisse.
In diesem Artikel
  1. Koenigsegg: Rekorde und Motorenentwicklung
  2. Koenigsegg wächst und plant die Produktion
  3. Eine Zukunft mit Monstern
  4. Regera: der nächste „Rekordjäger“?

Koenigsegg: Rekorde und Motorenentwicklung

Für einen vergleichsweise jungen Hersteller wie Koenigsegg, der bald 25 Jahre alt wird, ist der Einfluss bemerkenswert groß – besonders angesichts der geringen Unternehmensgröße.

2017 blieb dabei besonders in Erinnerung: Mit dem Agera RS stellte die schwedische Marke mehrere Weltrekorde auf. Dazu gehörte auch die höchste auf einer öffentlichen Straße erreichte Geschwindigkeit. Dieser Rekord hatte zuvor fast 80 Jahre lang Bestand.

Christian von Koenigsegg, Gründer und CEO der Marke, hat seine Interessen darüber hinaus erweitert. Er setzt auch auf die Weiterentwicklung des Verbrennungsmotors und arbeitet derzeit an einem Motor ohne Nockenwelle. Dafür gründete er sogar ein neues Unternehmen: Freevalve.

Koenigsegg wächst und plant die Produktion

Obwohl der Hersteller klein ist, wächst er weiter. Aktuell beschäftigt das Unternehmen 165 Menschen; weitere 60 sollen nach und nach dazukommen. Damit will Koenigsegg das durchaus ambitionierte Tempo von einem produzierten Auto pro Woche erreichen.

Für 2018 waren ursprünglich 38 Fahrzeuge geplant. Christian erklärte jedoch gegenüber Road and Track auf dem Genfer Autosalon, er wäre zufrieden, wenn bis zum Jahresende 28 fertig würden.

Eine Zukunft mit Monstern

Im Gespräch mit dem amerikanischen Magazin gab Christian von Koenigsegg auch einen Ausblick auf kommende Modelle. Seiner Beschreibung der beiden aktuellen Fahrzeuge nach zu urteilen, scheint die Zukunft voller Monster zu sein:

„Der Regera ist ohnehin sehr wild, aber er ist wie ein sanftes Monster. Der Agera RS dagegen ist kein so sanftes Monster. Er ist eher ein klassisches Monster.“

Das erste neue Monster wird der Nachfolger des Agera RS sein. Das Fahrzeug holte 2017 fünf Geschwindigkeitsweltrekorde und gilt derzeit offiziell als schnellstes Auto der Welt. Sein Nachfolger wird also einiges beweisen müssen.

Das letzte Exemplar des Agera RS wurde in diesem März gebaut. Christian zufolge wird bereits seit 18 Monaten an seinem Nachfolger gearbeitet. Technische Daten nannte er nicht, versprach aber die erste Präsentation des neuen Modells auf dem nächsten Genfer Autosalon 2019. Die Serienversion soll ein Jahr später, 2020, folgen.

Geht die Rechnung von Herrn Koenigsegg auf, stehen beim Erscheinen des neuen Modells noch 20 Exemplare des Regera zur Produktion aus. Damit würde das Unternehmen sein nach der Vorstellung des Regera gegebenes Versprechen einhalten, stets zwei Modelle im Portfolio zu haben.

Regera: der nächste „Rekordjäger“?

Anders als der Agera lässt sich der Regera als GT des kleinen Herstellers einordnen: Er ist stärker auf Luxus ausgerichtet, besser ausgestattet und sogar „politisch korrekt“. Das Hybrid-Hypercar ist dennoch nicht weniger wild, als man es von der schwedischen Marke gewohnt ist. Ein V8-Biturbo und drei Elektromotoren stellen 1500 PS bereit und sorgen für eine überwältigende Leistung.

Das „sanfte Monster“ verdankt seinen Spitznamen dem Umstand, dass es wie ein reines Elektroauto nur einen Gang besitzt und seine Kraft dadurch ohne Unterbrechung entfaltet. Obwohl ein Nachfolger noch in weiter Ferne liegt, soll der Regera 2018 eine wichtige Rolle spielen. Er wird ebenfalls auf die Probe gestellt und soll bei Versuchen wie jenen des Agera RS seine ganze Kraft zeigen – etwa bei 0–400 km/h–0, einem Rekord, den der Agera RS dem Bugatti Chiron eindrucksvoll abnahm.

Schon in diesem Sommer soll sich zeigen, was der Regera leisten kann. Christian zufolge haben bereits erste Tests stattgefunden, die einige neue, besser für Rennstrecken geeignete Abstimmungen erforderlich machten:

„… die Ergebnisse sind ehrlich gesagt schockierend.“

Bei den ersten Tests erreichte der Regera auf der hauseigenen Strecke des Herstellers dieselbe Zeit wie der One:1 (1360 PS bei 1360 kg). Das ist erstaunlich, wenn man bedenkt, dass der Regera rund 200 kg schwerer ist und deutlich weniger Abtrieb erzeugt. Sein besonderer Antriebsstrang ist jedoch „immer im richtigen Gang“: Die gesamte Leistung von 1500 PS steht dadurch praktisch sofort zur Verfügung und gleicht das zusätzliche Gewicht sowie den geringeren aerodynamischen Abtrieb letztlich aus.

Wird der Regera schnell genug sein, um dem Agera RS den Platz als schnellstes Auto der Welt abzunehmen? Die nächsten Folgen sollte man nicht verpassen …

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Katharina Leitner

Katharina Leitner ist Kulturwissenschafterin und Autorin aus Graz mit Schwerpunkt auf österreichischer Alltagskultur und regionalen Sprachbesonderheiten. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Schmolik, dessen Traditionen, Bedeutungen und zeitgemäßen Entwicklungen, und sammelt dazu Geschichten, Rezepte und Erfahrungsberichte aus ganz Österreich.

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