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Toyota bZ4X 2026 AWD: Stärkste Version in Portugal nicht verfügbar

Grau metallischer Toyota BZ4X Elektro-SUV mit modernen LED-Scheinwerfern in einem Showroom.
In diesem Artikel
  1. Ergonomie des Toyota bZ4X im Mittelpunkt
  2. Am Steuer des bZ4X AWD
  3. Überarbeitetes elektrisches System
  4. AWD in Portugal nicht verfügbar
  5. Urteil
  6. Technische Daten

Der Toyota bZ4X wurde in zahlreichen Punkten überarbeitet. Wir haben bereits die leistungsstärkste und am besten ausgestattete Version gefahren – mit einem großen Nachteil: In Portugal wird sie nicht angeboten.


Fast vier Jahre nach seinem Marktstart erhält der Toyota bZ4X seine erste umfangreiche Modellpflege. Auf den Bildern fragt man sich zunächst, was sich überhaupt verändert hat. Bei der internationalen Fahrpräsentation im spanischen Sotogrande wurde uns jedoch klar: Unter der Karosserie steckt beinahe ein neuer bZ4X.

Äußerlich muss man das bisherige und das neue Modell tatsächlich nebeneinanderstellen, um die Unterschiede zu erkennen. Das ist auch gut so, denn genau das wollte das Team um Chefdesigner Takanori Ito erreichen, mit dem wir sprechen konnten. An diesem „neuen“ Toyota bZ4X wird bereits seit dem Marktstart des ersten Modells gearbeitet – gewissermaßen als kontinuierliche „Wiederholung des Stoffs“.

Die Ähnlichkeit zum Original war beabsichtigt, schließlich handelt es sich nicht um eine neue Generation. Neu sind jedoch die Stoßfänger: Ihre Linien wirken markanter und klarer definiert. Anders als beim nun auslaufenden Modell entsteht nicht mehr der Eindruck, mehrere Einzelteile sollten eine Einheit bilden.

Auch die Felgen wurden neu gestaltet und die Unterseite der Karosserie optimiert. Aufmerksame Beobachter erkennen außerdem neue Außenspiegelkappen und seitliche Radlaufverkleidungen in glänzendem Schwarz statt der bisherigen unlackierten Kunststoffteile. Das sorgt insgesamt für einen hochwertigeren Auftritt und verbessert zugleich den Luftwiderstandsbeiwert Cₓ von 0,29 auf 0,27.

Ergonomie des Toyota bZ4X im Mittelpunkt

Im Innenraum des Toyota bZ4X 2026 fallen die Änderungen deutlich stärker auf. Sowohl das Armaturenbrett als auch die Mittelkonsole wurden neu gezeichnet. Letztere sitzt nun 10 Zentimeter tiefer und bietet zwei induktive Ladeflächen.

Der zentrale Touchscreen ist auf 14 Zoll gewachsen; die physischen Drehregler für die Klimaanlage sind geschickt darin integriert. Außerdem sitzt der Bildschirm nun zentraler und symmetrischer. Die Instrumentenanzeige behält ihre Größe und Grafik, ist aber als gesamte Einheit besser im Blickfeld des Fahrers positioniert.

Am Platzangebot hat sich nichts geändert, bei der Materialauswahl wurden hingegen einzelne Elemente verbessert. Für mehr Ruhe an Bord sorgen vor allem die Akustikverglasung der Vordertüren und zusätzliche Dämmmaterialien, insbesondere am Innenraumboden und in den Radkästen.

Am Steuer des bZ4X AWD

Ich muss zugeben, dass ich bei dieser Präsentation ausgerechnet die beste Version des Toyota bZ4X 2026 fahren durfte. Sie kombiniert die umfangreichste der drei verfügbaren Ausstattungen, Lounge, mit der größeren Batterie von 73,1 kWh und einem vollelektrischen Antrieb mit zwei Motoren – je einem pro Achse – sowie stattlichen 252 kW (343 PS).

Das Kürzel AWD steht für Allradantrieb, mit dem sich auch abseits des Asphalts einiges ausprobieren lässt. Das gilt besonders bei aktiviertem X-Mode, der die Traktion optimiert. Dennoch bleibt der Toyota bZ4X ein Elektro-SUV, allerdings mit dem Vorteil einer größeren Bodenfreiheit von 21 cm. Ein Geländewagen? Nein, keineswegs. Den Toyota bZ4X AWD kann man aber als Fahrzeug für „alle Bedingungen“ betrachten.

Der Allradantrieb bietet zusätzliche Sicherheit auf vereisten oder verschneiten Straßen sowie bei sehr starkem Regen – Situationen, die in diesem Teil der Welt selten sind. Auf Schotterstraßen ermöglicht er ebenfalls mehr Kontrolle. Trotzdem wird wohl theoretisch niemand einen Toyota bZ4X für solche Ausflüge in Betracht ziehen.

Mit seinen 343 PS ist er das zweitleistungsstärkste Toyota-Modell aller Zeiten; nur der GR Supra A90 „Final Edition“ liegt mit 435 PS darüber. Zusammen mit dem Allradantrieb verhilft die Leistung dem Toyota bZ4X zu einer gewissen Agilität und besseren Fahrleistungen als erwartet. Ein Sportwagen ist er natürlich dennoch nicht, was sich auf kurvigeren Straßen rasch bemerkbar macht.

Überarbeitetes elektrisches System

Eine der wichtigsten Verbesserungen am Toyota bZ4X 2026 betrifft weniger das Fahrverhalten als vielmehr das elektrische System. Das neue Batteriepaket ist 170 mm breiter, weshalb die Struktur zusätzlich verstärkt werden musste. Nun stehen zwei Bruttokapazitäten zur Wahl: 57,7 kWh und 73,1 kWh.

Für die AWD-Version gibt es ausschließlich die größere Batterie. In dieser Konfiguration nennt Toyota eine maximale Reichweite von 516 km beziehungsweise 468 km mit 20-Zoll-Felgen. Der durchschnittliche Verbrauch wird mit 14,5 kWh/100 km angegeben, mit 20-Zoll-Felgen sind es 15,8 kWh/100 km.

Auf der Strecke der Fahrpräsentation gelang mir sogar ein deutlich besserer Wert, obwohl das Fahrzeug die größeren 20-Zoll-Felgen trug: Ich verzeichnete Durchschnittsverbräuche zwischen 13 kWh/100 km und 14 kWh/100 km. Das war eine erfreuliche Überraschung.

Auch beim Laden gibt es Neuerungen. Mit Gleichstrom (DC) bleiben es 150 kW Ladeleistung; Toyota nennt 28 Minuten für den Ladehub von 10 % auf 80 %. Beim Laden mit Wechselstrom (AC) sind optional nun 22 kW möglich, womit die von mir gefahrene Lounge-Version ausgestattet war. Das Laden von 10 % auf 100 % dauert in diesem Fall 3,5 Stunden.

Ein großer Vorteil des Toyota bZ4X bleibt die Garantie für die Antriebsbatterie: mindestens 70 % Ladekapazität über 10 Jahre oder 1.000.000 Kilometer.

AWD in Portugal nicht verfügbar

Es ist durchaus ironisch, dass ausgerechnet der einzige bZ4X, den ich bei dieser Präsentation fahren konnte, in Portugal nicht erhältlich sein wird. Der Toyota bZ4X AWD Lounge bildet derzeit die Spitze der Modellpalette und vereint alles, was für das Modell am besten ist: die höchste Leistung, die größte Batterie, Allradantrieb und die umfangreichste Ausstattungsliste.

Zu den Highlights zählen das 22-kW-Ladegerät, 20-Zoll-Felgen, ein digitaler Innenspiegel sowie elektrisch verstellbare, belüftete und beheizbare Sitze, neben weiteren „Extras“.

Bemerkenswert ist, dass Toyota trotz der fehlenden Verfügbarkeit einen Richtpreis für diese Version in Portugal nennt: 54.590 Euro beziehungsweise 44.382 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer für Unternehmen. Die Marke erklärt dazu, dass diese Version nicht am besten auf den dortigen Markt abgestimmt sei.

Das Angebot des elektrischen Toyota-SUV beginnt in Portugal daher mit dem Einstiegsmodell Exclusive. Es verfügt über die kleinere Batterie mit 57,7 kWh und eine angegebene Reichweite von 442 km nach WLTP. Der Preis beträgt 44.990 Euro beziehungsweise 36.577 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer.

Für den portugiesischen Markt setzt Toyota dennoch vor allem auf die Version Premium, die wir ebenfalls bereits gefahren sind. Sie besitzt die größere Batterie mit 73,1 kWh, aber nur einen Elektromotor an der Vorderachse. Die maximale Leistung liegt bei 224 PS, während die Reichweite auf 569 km nach WLTP steigt. Der Grundpreis beträgt 48.690 Euro beziehungsweise 39.585 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer.

Urteil

Technische Daten

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Katharina Leitner

Katharina Leitner ist Kulturwissenschafterin und Autorin aus Graz mit Schwerpunkt auf österreichischer Alltagskultur und regionalen Sprachbesonderheiten. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Schmolik, dessen Traditionen, Bedeutungen und zeitgemäßen Entwicklungen, und sammelt dazu Geschichten, Rezepte und Erfahrungsberichte aus ganz Österreich.

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