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Audi 2026: RS 3, RS 5, RS 6 Avant, Q7, Q9 und ein neues Elektroauto

Weißer Audi 2026 RS Kombi im Ausstellungsraum vor zwei weiteren Autos.
In diesem Artikel
  1. Abschied vom Audi RS 3 und vom Fünfzylinder
  2. Der erste elektrifizierte Audi RS 6 Avant
  3. Audi Q7: Ein Nachfolger und ein noch größeres Modell
  4. Günstigeres Elektroauto von Audi: Wie wird es heißen?

Zwei ereignisreiche Jahre liegen hinter Audi: Die Marke hat ihre wichtigsten Modellreihen erneuert und ihr rein elektrisches Angebot ausgebaut. Auch 2026 soll das Tempo hoch bleiben. Neben neuen Generationen stehen völlig neue Modelle bevor. Besonders reizvoll sind jedoch die Buchstaben RS: Für die Hochleistungsmodelle von Audi wird es ein großes Jahr.

Gleich drei RS-Neuheiten von Audi stehen an: eine neue Generation des RS 6 Avant, der Königin der Hochleistungskombis, ein neuer RS 5 als Sportback und Avant sowie eine Sonderversion des RS 3, mit der sich das Modell zugleich verabschiedet.

Abschied vom Audi RS 3 und vom Fünfzylinder

Dieser Abschied hat Symbolkraft: Mit dem RS 3 geht auch der legendäre Reihenfünfzylinder, der die Geschichte von Audi in den vergangenen 50 Jahren entscheidend geprägt hat.

Der Audi RS 3 und sein Fünfzylindermotor sollen sich mit dem gebührenden Auftritt verabschieden. Dafür ist eine Veredelung auf dem Niveau des RS 6 Avant GT vorgesehen. Spekulationen zufolge könnte der 2.5 TFSI mehr als 400 PS leisten, um die 421 PS des Rivalen Mercedes-AMG A 45 S zu übertreffen. Hinzu kämen ein überarbeitetes Aerodynamikpaket und ein „verfeinertes“ Fahrwerk.

Einen angekündigten Einführungstermin für den Audi RS 3 GT gibt es noch nicht, lange dürfte es aber nicht mehr dauern. Das Aus für den Fünfzylinder hängt eng mit der Einführung der Euro-7-Norm zusammen. Diese tritt am 28. November in Kraft.

Der erste elektrifizierte Audi RS 6 Avant

Was der Porsche 911 für Sportwagen ist, verkörpert der Audi RS 6 Avant unter den Hochleistungskombis: Er gilt als Maßstab und Ikone. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an die neue Generation, zumal sie als erste in der Geschichte des Modells elektrifiziert sein wird.

Wohlgemerkt: elektrifiziert, nicht elektrisch. Ein Verbrennungsmotor bleibt also an Bord. Eine rein elektrische Variante wäre allerdings beinahe Realität geworden und wurde parallel entwickelt. Sie wurde jedoch gestrichen – offenbar aus einem einfachen Grund: Der Markt zeigt kein Interesse daran.

Damit Hochleistungsfahrzeuge akzeptiert werden, brauchen sie einen Verbrennungsmotor – so lautet offenbar die Botschaft des Marktes. Der künftige RS 6 Avant erhält einen V8-Biturbo und wird zum Plug-in-Hybrid, ähnlich wie sein großer Münchner Rivale BMW M5 Touring.

Zu erwarten ist deutlich mehr Leistung als beim aktuellen Modell, also mehr als 700 PS, allerdings auch erheblich mehr Gewicht. Der aktuelle reine Benziner bringt bereits mehr als 2100 kg auf die Waage …

Er bleibt nicht der einzige RS mit Plug-in-Hybridantrieb. Auch der Nachfolger von Audi RS 4 und RS 5 kommt 2026 als Plug-in-Hybrid. Der größte Unterschied liegt unter der Motorhaube: Dort arbeitet ein V6-Biturbo. Ein radikales Downsizing auf vier Zylinder, wie es AMG beim C 63 vorgenommen hat, gibt es hier nicht.

Audi Q7: Ein Nachfolger und ein noch größeres Modell

Bei Audi dreht sich 2026 nicht alles um Hochleistung. Nachdem die volumenstärksten Baureihen erneuert wurden, ist nun endlich der Nachfolger des Q7 an der Reihe. Nach 10 Jahren hatte das Modell eine Erneuerung langsam nötig …

Die dritte Generation basiert auf derselben PPC-Plattform wie der A6 mit Verbrennungsmotor. Voraussichtlich übernimmt sie auch den Großteil seiner Antriebe. Diese sind allesamt elektrifiziert: als Mildhybride und als Plug-in-Hybride mit 2.0-Turbomotor. Alles deutet jedoch darauf hin, dass auch der Diesel erhalten bleibt.

Überraschend ist der neue Q9, der das Angebot oberhalb des Q7 ergänzt. Damit erhält Audi das bislang fehlende Modell, um Mercedes-Benz GLS und BMW X7 „auf Augenhöhe“ zu begegnen. Wie diese großen Fahrzeuge setzt auch der Q9 auf Luxus und Raffinesse sowie auf Verbrennungsmotoren. Er nutzt dieselbe Plattform wie der Q7, soll aber in jeder Richtung größer ausfallen und V6- sowie V8-Motoren mit unterschiedlichen Elektrifizierungsstufen erhalten.

Günstigeres Elektroauto von Audi: Wie wird es heißen?

Nicht zuletzt erweitert Audi 2026 seine Elektrofamilie um ein Modell, das künftig den Einstieg in die elektrische Palette der Marke bilden wird.

Eine Zeit lang wurde spekuliert, Audi könnte den A2 zurückbringen. Erlkönigbilder zeigen allerdings ein deutlich größeres Fahrzeug als ein typisches Modell des B-Segments, das rund 4,1 m lang ist. Audi-Chef Gernot Döllner räumte die Zweifel aus: Das neue Elektroauto wird eine Klasse höher im C-Segment der kompakten Familienfahrzeuge angesiedelt, wo auch A3 und Q3 zu finden sind. Mit 4,4 m Länge fällt es entsprechend deutlich größer aus.

Wird es trotzdem A2 heißen? Das ist unbekannt. Seine Form erinnert eher an einen Van als an ein SUV. Dennoch kursiert als möglicher alternativer Name Q2 e-tron.

Unabhängig von der Bezeichnung klärt die endgültige Positionierung auch die Frage nach der Plattform. Zum Einsatz kommt nicht die MEB+ des neuen Volkswagen ID. Polo, sondern die ursprüngliche MEB. Sie dient bereits zahlreichen Elektroautos des Volkswagen-Konzerns als Basis, darunter Audi Q4, Skoda Elroq und Volkswagen ID.3.

Technische Daten liegen noch nicht vor. Mit den Batterien größerer Kapazität dürfte sich die Reichweite Schätzungen zufolge jedoch den 600 km nähern. Das Modell wird Audis günstigstes Elektroauto, billig dürfte es trotzdem nicht werden: Sein Preis sollte sich nicht weit von jenem eines vergleichbaren Q4 e-tron entfernen. In Portugal beginnen dessen Preise bei nahezu 50.000 Euro.

Die Einführung des neuen Elektroautos markiert zugleich das Ende eines Zyklus. Nach einer intensiven, vor etwa zwei Jahren begonnenen Phase neuer Modelle bereitet Audi bereits die nächste vor. Einen Ausblick darauf gab der Concept C, der auf der Münchner Automobilausstellung 2025 vorgestellt wurde.

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Katharina Leitner

Katharina Leitner ist Kulturwissenschafterin und Autorin aus Graz mit Schwerpunkt auf österreichischer Alltagskultur und regionalen Sprachbesonderheiten. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Schmolik, dessen Traditionen, Bedeutungen und zeitgemäßen Entwicklungen, und sammelt dazu Geschichten, Rezepte und Erfahrungsberichte aus ganz Österreich.

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