Zum Inhalt springen
Nachrichten

Mercedes-AMG GT Black Series: Der extremste AMG mit 730 PS

Grauer Mercedes AMG GT mit orangen Akzenten und Heckspoiler in modernem Showroom.
In diesem Artikel
  1. Mercedes-AMG GT Black Series mit kompromissloser Aerodynamik
  2. Rennsport-Innenraum im Mercedes-AMG GT Black Series
  3. M178 LS2: der bislang stärkste Motor

Der Mercedes-AMG GT Black Series ist das sechste Modell, das seit Einführung dieses Zusatzes diese Bezeichnung trägt. Bereits 2006 sah AMG Bedarf für eine Baureihe, die noch kompromissloser ausfällt als die damals bereits angebotenen Fahrzeuge.

Der GT Black Series profitiert nun von der bislang fortschrittlichsten Ingenieursarbeit der Marke mit dem Stern. Zugleich erhält er besonders unmittelbar Technologie aus dem Mercedes-AMG-Team, das die Formel-1-Weltmeisterschaft seit Jahren dominiert.

Mercedes-AMG GT Black Series mit kompromissloser Aerodynamik

Schon das Exterieur baut die Dramatik des GT Black Series auf. Dazu zählen der vergrösserte Kühlergrill mit vertikalen Streben in Schwarzchrom – angelehnt an das GT3-Rennfahrzeug –, die Frontschürze mit manuell verstellbarer Lippe für den Einsatz auf der Rennstrecke sowie der vordere Diffusor in Schwarz.

Hinzu kommen eine neue Motorhaube aus Carbon mit zwei grossen Lufteinlässen und sichtbaren Strukturteilen, die ebenfalls aus Carbon bestehen. Auch das Dach mit abgesenktem Mittelteil wird aus diesem Werkstoff gefertigt. Die schwarz lackierte Heckklappe trägt einen kleinen Luftabweiser und eine grössere Heckscheibe als zuvor, die aus ultraleichtem Glas besteht.

Die Schwellerverkleidungen wurden verbreitert und an den Fahrzeugenden mit grösseren Lamellen versehen. Darüber hinaus gibt es einen neuen zweiteiligen Heckflügel aus Carbon mit speziellen, ebenfalls schwarzen Carbon-Halterungen, der an der Heckklappe verschraubt ist. Sein zusätzliches Aerodynamikprofil lässt sich per Knopfdruck elektrisch aktivieren.

Abgerundet wird das Paket durch eine neue Heckschürze mit sichtbaren Carbon-Elementen, 10-Speichen-AMG-Leichtmetallräder und die exklusive Karosserielackierung in magmabeam.

Rennsport-Innenraum im Mercedes-AMG GT Black Series

Auch im Cockpit vermittelt der GT Black Series echtes Rennsport-Flair. Schwarzes Leder und Mikrofaser mit kontrastierenden orangefarbenen Nähten – optional in Grau – prägen den Innenraum. Die Schalensitze sollen Fahrer und Beifahrer selbst bei hohen g-Kräften in lang gezogenen, schnellen Vollgas-Kurven fest in Position halten.

Das digitale 12,3-Zoll-Kombiinstrument bietet Anzeigen in drei Darstellungsarten: Classic, Sporty und Supersport. Im letztgenannten Modus steht ein zentral platzierter Drehzahlmesser im Mittelpunkt, ergänzt um exklusive Informationen wie eine Anzeige für den idealen Schaltzeitpunkt.

In der Mitte sitzt der bekannte 10,25-Zoll-Multimedia-Bildschirm. Dort werden auch Animationen der Fahrerassistenz-, Kommunikations- und allgemeinen Fahrzeugsysteme dargestellt.

Neue farbige Tasten auf der V-förmigen Mittelkonsole steuern unter anderem die Getriebelogik, das Fahrwerk, das ESP, die Abgasanlage und die Heckflügelklappe. Die Bedienelemente des TFT-Bildschirms reagieren bereits auf eine leichte Fingerberührung und verfügen über einen mechanischen Druckpunkt. Dadurch lassen sie sich auch mit angezogenen Rennhandschuhen bedienen.

Das AMG-Performance-Lenkrad besitzt einen unten abgeflachten Kranz, einen Mikrofaserbezug, Schaltwippen für das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe sowie integrierte Tasten. Damit können Kombiinstrument und Multimedia-Bildschirm bedient werden, ohne die Hände vom Lenkrad nehmen zu müssen.

Wem das noch nicht genügt, kann das optionale AMG Track Package wählen. Es umfasst ein Überrollschutzsystem mit Titanrohren und Verstrebungen im Innenraum, Vierpunktgurte für Fahrer und Beifahrer sowie einen 2-kg-Feuerlöscher.

Auch für den scheidenden AMG-CEO Tobias Moers, der zu Aston Martin wechselt, ist der AMG GT Black Series ein besonderes Fahrzeug. Er sieht sich mit diesem Modell dauerhaft verbunden: „Ich muss den Ingenieuren für ihre fantastische Arbeit an diesem Auto danken, das ich als eine Art Abschiedsgeschenk betrachten werde.“

M178 LS2: der bislang stärkste Motor

Wie bei jedem ernstzunehmenden Supersportwagen macht vor allem der Motor dieses Fahrzeug besonders.

Der 4,0-Liter-V8-Biturbo basiert auf jenem Aggregat, das AMG bereits eingesetzt hat, wurde jedoch umfassend überarbeitet und erhielt deshalb die eigene Bezeichnung M178 LS2. Er leistet 730 PS zwischen 6700 und 6900 U/min und stellt ein maximales Drehmoment von 800 Nm bereit, das zwischen 2000 und 6000 U/min anliegt.

Zum Einsatz kommt eine Trockensumpfschmierung: Die Ölwanne dient dabei nicht als Ölvorrat, denn das Öl befindet sich in einem separaten Behälter ausserhalb des Motors. Pumpen sorgen anschliessend dafür, dass es unabhängig von den auf das Fahrzeug wirkenden Kräften an alle erforderlichen Stellen gelangt.

Bei diesem Motor zeigt die Abgasseite in den Innenraum des V, das von den beiden Zylinderbänken gebildet wird; dort sitzen auch die Turbolader. Dieses sogenannte „Hot V“-Layout verbessert die Leistung und sorgt für ein spontaneres Ansprechen auf Gaspedalbewegungen, weil die Abgase einen kürzeren Weg zu den Turbos zurücklegen und das Turboloch dadurch geringer ausfällt.

Das grössere Verdichterrad, das einen höheren Luftdurchsatz von 1100 kg/h statt 900 kg/h bei der im Mercedes-AMG GT R verbauten Variante dieses Motors ermöglicht, sowie die grösseren Ladeluftkühler tragen ebenfalls zur Aufwertung des Triebwerks bei.

Das zeigt sich etwa beim Sprint von 0 auf 100 km/h in 3,2 s – gegenüber 3,6 s im GT R – und bei der Beschleunigung auf 200 km/h in weniger als neun Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 325 km/h, während der GT R 318 km/h erreicht. Ausserdem wurde das Getriebe verstärkt, um das um 100 Nm auf 800 Nm gestiegene maximale Drehmoment zu verkraften.

Der Mercedes-AMG GT Black Series kommt in diesem Herbst auf den Markt und kann für sich beanspruchen, den stärksten V8-Motor in der Geschichte der deutschen Marke zu besitzen. Dazu passen die ballistischen Fahrleistungen, die Optik und der Preis von über 270.000 Euro.

Aktualisierung vom 28. Juli 2020: Mercedes-AMG hat den Preis für den GT Black Series in Portugal bekannt gegeben: 410.900 Euro!

Gerade beliebt

Katharina Leitner

Katharina Leitner ist Kulturwissenschafterin und Autorin aus Graz mit Schwerpunkt auf österreichischer Alltagskultur und regionalen Sprachbesonderheiten. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Schmolik, dessen Traditionen, Bedeutungen und zeitgemäßen Entwicklungen, und sammelt dazu Geschichten, Rezepte und Erfahrungsberichte aus ganz Österreich.

Kommentare

Noch keine Kommentare. Sei der Erste!

Kommentar hinterlassen