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Renault verstärkt sein Designteam mit den Designchefs von SEAT und Peugeot

Blau-grüner Renault Vision Sportwagen mit LED-Scheinwerfern in modernem Showroom vor Stadtfenstern.
In diesem Artikel
  1. Alejandro Mesonero-Romanos
  2. Gilles Vidal
  3. Die frei werdenden Positionen

In weniger als 30 Tagen an der Spitze von Renault – seinen Dienst trat er am 1. Juli an – hat Luca de Meo die Welt des Automobildesigns bereits gehörig aufgewühlt. Auslöser ist die Verstärkung des Renault-Designteams durch die bisherigen Designchefs von SEAT beziehungsweise Peugeot: Alejandro Mesonero-Romanos und Gilles Vidal.

Zwei gewichtige Verpflichtungen, die unter der Leitung von Laurens van den Acker arbeiten werden, dem derzeitigen Designdirektor des Renault-Konzerns.

Welche Aufgaben sie innerhalb des Renault-Konzerns genau übernehmen, ist noch nicht bekannt. Da Laurens van den Acker jedoch Designdirektor bleibt, liegt die Vermutung nahe, dass sie gezieltere Funktionen bei einer der Konzernmarken erhalten: Neben Renault zählen auch Dacia und Alpine dazu.

Alejandro Mesonero-Romanos

Alejandro Mesonero-Romanos verantwortet das Design bei SEAT seit 2011 und spielte besonders bei der Einführung der Marke CUPRA eine wichtige Rolle. Für Renault ist der spanische Designer allerdings kein Unbekannter: Von 2001 bis 2011 gehörte er bereits dem Renault-Designteam an. Zu seinen Arbeiten aus dieser Zeit zählen der Renault Laguna Coupé und die zweite Generation des Renault-Samsung SM7.

Den überwiegenden Teil seines Schaffens haben wir jedoch bei SEAT gesehen, wo er als Designdirektor tätig war. Angefangen mit der Konzeptstudie IBL von 2011, die die Designsprache des Leon (MK3) und Ibiza (MK5) vorwegnahm, lagen sämtliche SEAT-Modelle in seiner Verantwortung. Das gilt ebenso für die jüngeren CUPRA-Modelle – insbesondere Formentor und Tavascan, da sie nicht unmittelbar von SEAT-Modellen abgeleitet sind.

Gilles Vidal

Während die Verpflichtung von Alejandro Mesonero-Romanos auch wegen seiner bereits engen Zusammenarbeit mit Luca de Meo durchaus naheliegend erscheint, wirkt die Ernennung von Gilles Vidal wie ein gezielter Vorstoss gegen die gegnerischen Reihen – in diesem Fall gegen den langjährigen Erzrivalen von Renault.

Der Franzose Gilles Vidal steht dem Peugeot-Design seit 2010 vor, seine Laufbahn im PSA-Konzern erstreckt sich jedoch über 25 Jahre. Der wachsende Erfolg der Modelle der französischen Marke ist zu einem grossen Teil ihm zu verdanken: Das deutlich eigenständigere und prägnantere Design zählt heute zu ihren stärksten Argumenten.

Die aktuellen Peugeot 308, 3008, 5008 und 508 sowie zuletzt der 208 und 2008 entstanden alle unter seiner Führung. Auch die Einführung des i-Cockpit fällt in seinen Verantwortungsbereich. Diese Gestaltungslösung für den Innenraum verlieh Peugeot-Interieurs nicht nur ein unverwechselbares Erscheinungsbild, sondern sorgt seit ihrer Einführung im ersten Peugeot 208 von 2012 auch für Diskussionen. Grund dafür sind die hohe Position des Kombiinstruments und dessen Verhältnis zum klein dimensionierten Lenkrad.

Die frei werdenden Positionen

Wird Vidal die Aufgabe übernehmen, die Marke Renault „neu zu erfinden“, wie es ihm bei Peugeot gelang? Das wird erst die Zeit zeigen. Konkretere Informationen zu den künftigen Rollen dieser Designchefs im Renault-Universum dürften aber wohl bald folgen.

Die durch Mesonero-Romanos bei SEAT und Vidal bei Peugeot frei gewordenen Stellen werden jeweils von Werner Tietz und Matthias Hossann besetzt. Tietz, Leiter von Forschung und Entwicklung, übernimmt die Funktion vorübergehend, bis eine neue Person für den Posten gefunden ist. Hossann stammt aus den Reihen von Peugeot.

Seit 2013 trägt Hossann zunehmend Verantwortung für das Design der Marke Peugeot. Er war wesentlich an der frühen Designentwicklung des aktuellen 208 und 2008 beteiligt; ebenso verantwortete er die vielbeachtete Konzeptstudie e-Legend.

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Katharina Leitner

Katharina Leitner ist Kulturwissenschafterin und Autorin aus Graz mit Schwerpunkt auf österreichischer Alltagskultur und regionalen Sprachbesonderheiten. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Schmolik, dessen Traditionen, Bedeutungen und zeitgemäßen Entwicklungen, und sammelt dazu Geschichten, Rezepte und Erfahrungsberichte aus ganz Österreich.

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