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Neuer Hyundai Tucson wächst und setzt auf Benzin und Hybrid

Grüner Hyundai Tucson 2025 SUV in einem hellen Ausstellungsraum ausgestellt.
In diesem Artikel
  1. Größer außen …
  2. … und innen
  3. Hyundai Tucson nur mit Benzin und Hybrid
  4. Technische Daten

Das C-SUV-Segment wächst ungebrochen und steht inzwischen für 20 bis 25 % aller in Europa verkauften Autos. Der Hyundai Tucson ist in dieser Klasse bestens etabliert: Seit Jahren liegt er auf dem Podest, „Kopf an Kopf“ mit dem Volkswagen Tiguan und seinem „Cousin“, dem Kia Sportage, mit dem er Plattform und Antriebe teilt.

Der in Nošovice in der Tschechischen Republik gebaute Tucson ist zugleich das meistverkaufte Hyundai-Modell in Europa. Seit 2004 wurden zwei Millionen Exemplare verkauft. In den vergangenen drei Jahren überschritt er jeweils 125 000 Neuzulassungen pro Jahr, wobei Hybridmodelle rund 60 % der Verkäufe ausmachten.

Ein wesentlicher Trumpf des Tucson war stets die breite Antriebspalette. Im Lauf der Jahre gab es ihn mit Benzinmotoren, als Hybrid, Plug-in-Hybrid und Diesel sowie zwischen 2013 und 2018 sogar als Wasserstoffvariante.

Die fünfte Generation, die wir in Amsterdam erstmals aus nächster Nähe kennengelernt haben, strafft nun das Angebot: Benzin, Hybrid und Plug-in-Hybrid. Gleichzeitig legt sie außen wie innen zu und erhält mehr Technik – mit dem unveränderten Ziel, an der Spitze des Segments zu bleiben.

Größer außen …

Optisch behält der neue Tucson die markanten, kantigen Linien bei, welche die Hyundai-Designsprache „Stahlkunst“ prägen. Besonders auffällig sind die sehr schmalen LED-Leuchten, die vorne wie hinten horizontale und vertikale Elemente verbinden und eine eigenständige Lichtsignatur schaffen.

In den höherwertigen Ausstattungen sowie in der wahrscheinlichen N-Version sollen zudem Micro-Pixel-Scheinwerfer verfügbar sein. Sie können animierte Sequenzen darstellen und vor allem den Lichtkegel präziser steuern.

Ins Auge fallen auch die breiten hinteren Schultern, die das Heck optisch verbreitern und dem Tucson einen dynamischeren Auftritt verleihen. In Länge und Breite wächst er um 3,5 cm, in der Höhe um 2 cm; der Radstand nimmt um 4 cm zu.

… und innen

Gerade im Innenraum machen sich die zusätzlichen Abmessungen bemerkbar. Der längere Radstand verbessert das Platzangebot in der zweiten Reihe, deren Sitze auf einer 15 cm langen Schiene verschoben werden können. Damit lässt sich je nach Bedarf zwischen mehr Beinfreiheit und einem größeren Kofferraum wählen.

Das Kofferraumvolumen steigt von 546 Litern beim Vorgänger auf 695 Liter. Außerdem öffnen die hinteren Türen nun bis 83º statt bisher 73º. Das erleichtert den Einstieg in die zweite Reihe und insbesondere das Einbauen von Kindersitzen. Die Rücksitze lassen sich zudem im Verhältnis 40:20:40 umklappen.

Das Cockpit wird von einem schlanken, horizontalen 10″-Display für die Instrumente geprägt, das vor einem klein dimensionierten, oben und unten abgeflachten Lenkrad positioniert ist. Im Mittelpunkt steht ein 17″ großer Bildschirm, während die Einstiegsvarianten ein 12,9″-Display erhalten.

Für das Infotainment kommt die neue Pleos-Software zum Einsatz, die auch der künftige IONIQ 3 nutzen wird und auf Android Automotive basiert. Trotz der starken Ausrichtung auf Bildschirme hat Hyundai physische Bedienelemente für die Klimatisierung beibehalten, die unterhalb des Zentraldisplays angeordnet sind.

Die Mittelkonsole kann außerdem als Auflage für Arm oder Ellbogen dienen, wenn das Display bedient wird. Sie umfasst zwei Flächen zum kabellosen Laden von Mobiltelefonen mit 15 W Leistung.

Bei diesem ersten statischen Kontakt mit dem Tucson konnten wir feststellen, dass die Verarbeitung einen robusten Eindruck vermittelt. Sie kombiniert weiche Materialien, vor allem in den oberen und häufig berührten Bereichen, mit Oberflächen, die sich härter anfühlen. Die interaktive Ambientebeleuchtung sorgt für ein hochwertigeres Ambiente, während das Spitzen-Soundsystem von Bang & Olufsen mit 12 Lautsprechern ausgestattet ist.

Hyundai Tucson nur mit Benzin und Hybrid

Die Antriebspalette des neuen Hyundai Tucson basiert auf einem 1.6 T-GDi, der in drei Ausführungen angeboten wird. Das Basismodell leistet 150 PS und ist entweder mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe oder alternativ mit einem Siebengang-DCT-Automatikgetriebe erhältlich; in letzterem Fall kommt Mild-Hybrid-Technik zum Einsatz.

Darüber rangiert der Hybrid, der denselben 1.6 T-GDi mit einem Elektromotor und einer Batterie kombiniert und auf 245 PS kommt. Die Kraftübertragung übernimmt ein Sechsgang-Automatikgetriebe, diesmal mit Drehmomentwandler. An der Spitze steht der Plug-in-Hybrid, ebenfalls mit 1,6 Litern Hubraum, jedoch mit einer maximalen Systemleistung von 292 PS.

Beide Hybridversionen werden mit Frontantrieb oder 4×4-Allradantrieb angeboten. Beim Plug-in-Hybrid lässt sich die 17,1-kWh-Batterie mit Wechselstrom (AC) mit bis zu 7,2 kW laden und ermöglicht eine angekündigte elektrische Reichweite von 81 km. Das sind 14 km mehr als beim Vorgänger, dessen Batterie 13,8 kWh fasste.

Eine weitere Neuerung bei den Hybridmodellen ist der Stay Mode. Bei ausgeschalteter Zündung hält er Funktionen wie Klimaanlage und Soundsystem aktiv und kann außerdem elektrische Geräte versorgen oder laden. Das ist etwa praktisch, wenn man im Tucson wartet oder die Batterie geladen wird.

Hyundai hat auch an Nutzer gedacht, die mit dem Tucson einen Anhänger ziehen wollen. Mit einer Anhängelast zwischen 1700 und 1910 kg verfügt das südkoreanische SUV über zwei spezielle Funktionen für solche Situationen: Eine erleichtert das Rangieren im Rückwärtsgang, die andere speichert bis zu 50 Meter einer gefahrenen Strecke und kann diese anschließend rückwärts mit Geschwindigkeiten von bis zu 30 km/h wiederholen.

Technische Daten

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Katharina Leitner

Katharina Leitner ist Kulturwissenschafterin und Autorin aus Graz mit Schwerpunkt auf österreichischer Alltagskultur und regionalen Sprachbesonderheiten. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Schmolik, dessen Traditionen, Bedeutungen und zeitgemäßen Entwicklungen, und sammelt dazu Geschichten, Rezepte und Erfahrungsberichte aus ganz Österreich.

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