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Top Gears 7 Tipps fürs Autofahren im Winter

Audi Quattro Rallyeauto fährt im Schnee durch einen verschneiten Wald mit eingeschalteten Scheinwerfern.
In diesem Artikel
  1. 1. Zu Hause bleiben
  2. 2. Einen finnischen Rallyefahrer ausborgen
  3. 3. Einen Ripsaw EV2 kaufen
  4. 4. An einen wärmeren Ort ziehen
  5. 5. An einen kälteren Ort ziehen
  6. 6. Passende Kleidung tragen
  7. 7. Einfach nicht fahren

Der Winter steht vor der Tür – und damit auch die unvermeidliche Flut an Fahr-„Experten“, die bei den ersten Schneeflocken Ratschläge für sichere Straßenfahrten verteilen.

Ihre Tipps sind ermüdende Abwandlungen ein und desselben Themas: warm anziehen, genügend Zeit für den Arbeitsweg einplanen, mehr Abstand zum Bremsen lassen und die Rennslicks abmontieren.

Top Gear meint: Wer aus dem Fenster auf eine vereiste Landschaft blickt und denkt: „Badeshorts? Passt. Zehentrenner? Passt. Zeit, den Lkw dicht aufzufahren“, sollte ehrlich gesagt keinen Führerschein besitzen.

Weil aber alle anderen Winterfahrtipps geben, versuchen wir es ebenfalls. Also Warnwesten an: Hier kommen Top Gears beste Tipps fürs Autofahren im Winter …

1. Zu Hause bleiben

Im Ernst: Liegen draußen überall Schnee und Eis, erspart euch die Autofahrt. Dreht die Heizung auf, setzt Wasser für den Tee auf und holt die Komplettbox von Häuser unter dem Hammer hervor. So wichtig ist eure Arbeit nun wirklich nicht. Einen Tag lang wird euch niemand vermissen. Außer ihr seid etwa Hirnchirurgen oder so. Dann solltet ihr vermutlich zur Arbeit fahren. In diesem Fall …

2. Einen finnischen Rallyefahrer ausborgen

Ihr könnt zwar sämtliche Online-Tipps zur Fahrzeugbeherrschung im Winter lesen. Doch seien wir ehrlich: Die ganze Theorie der Welt macht euch auf Eis nicht so geschickt wie einen durchschnittlichen finnischen Rennfahrer. Finnen kommen mit Frost im Blut und Wodka im Handschuhfach zur Welt. Weder Schnee noch Eis, Elche oder peinliches Schweigen machen ihnen Angst. Für die leicht vereiste Fahrt zur Schule sind Finnen genau die Richtigen.

Falls sich in eurer Nachbarschaft kein finnischer Rallyefahrer auftreiben lässt, tut es vielleicht auch ein norwegischer oder schwedischer. Findet ihr keinen davon …

3. Einen Ripsaw EV2 kaufen

Weniger ehrliche Ratgeber zum Autofahren im Winter behaupten, mit Winterreifen auf dem Peugeot 107 ließen sich selbst tundraartige Landschaften durchqueren. Das stimmt nicht. Winterreifen sind zwar gut, aber aus eurem Stadtauto mit seinen schmalen Rädern machen sie noch lange kein bergebezwingendes Monster.

Wer dem Schnee wirklich gewachsen sein will, braucht etwas, das ein wenig besser … dafür geeignet ist. Darf Top Gear bescheiden den Ripsaw EV2 empfehlen? Für gerade einmal 295.000 US-Dollar bekommt ihr ein Fahrzeug, das sich auf dem Arbeitsweg von einer dünnen Schneeschicht kaum aufhalten lassen dürfte.

Ist in eurer Nachbarschaft kein Ripsaw EV2 zu finden, reicht vielleicht auch eine Mercedes G-Klasse 6x6. Falls das finanziell etwas zu eng wird …

4. An einen wärmeren Ort ziehen

Diese Lösung für das Problem des Autofahrens im Winter wird selten vorgeschlagen, ist aber durchaus praktisch: Zieht in ein Land mit milderen Wintern – oder gleich in eines ganz ohne Winter.

In Freetown in Sierra Leone schneit es äußerst selten. Und zumindest zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bekommt ihr dort eine ziemlich schicke Residenz mit vielen Schlafzimmern zum Preis eines Straßenparkplatzes in London. Zu weit weg von zu Hause? Dann …

5. An einen kälteren Ort ziehen

Großbritannien scheitert nicht eigentlich daran, dass es schneit. Das Problem ist, dass nach langen schneefreien Phasen nur sehr gelegentlich Schnee fällt – und die unvorbereiteten Briten daraufhin kollektiv durchdrehen.

Im hohen Norden Skandinaviens verdreht sich wegen Schneefalls niemand die Unterwäsche aus Rentierfell. Dabei schneit es dort den ganzen Winter über und auch während eines beträchtlichen Teils des restlichen Jahres. Am Polarkreis heißt das nicht „Autofahren im Winter“. Es heißt „Autofahren“.

6. Passende Kleidung tragen

Vernünftige Ratgeber zum Autofahren im Winter mahnen nüchtern, das Haus nur in vollständiger Montur nach Art von Scott in der Antarktis zu verlassen. Schließlich könnte das Auto liegen bleiben und ihr müsstet am Straßenrand aus Suppendosen ein notdürftiges Iglu bauen, bis ihr gerettet werdet.

Top Gear empfiehlt für Winterfahrten hingegen ein ganz anderes Outfit: Pyjama, Morgenmantel, Patschen und vielleicht sogar irgendeine Pfeife.

Denn wie wir möglicherweise bereits erwähnt haben, braucht ihr eigentlich nur einen einzigen Tipp fürs Autofahren im Winter. Wenn es wie verrückt schneit …

7. Einfach nicht fahren

Im Küchenschrank stehen Spaghettiringe, WLAN ist vorhanden und Kerplunk liegt bereit. Sitzt das Ganze aus.

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Katharina Leitner

Katharina Leitner ist Kulturwissenschafterin und Autorin aus Graz mit Schwerpunkt auf österreichischer Alltagskultur und regionalen Sprachbesonderheiten. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Schmolik, dessen Traditionen, Bedeutungen und zeitgemäßen Entwicklungen, und sammelt dazu Geschichten, Rezepte und Erfahrungsberichte aus ganz Österreich.

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