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Tesla Model Y: Das Facelift bringt mehr Reichweite und Tempo

Silbernes Elektroauto fährt auf Bergstraße bei Sonnenuntergang mit Bergen und See im Hintergrund.
In diesem Artikel
  1. Tesla Model Y: Neue Lichtleisten und bessere Aerodynamik
  2. Mehr Komfort und Technik im Innenraum des Tesla Model Y
  3. Reichweite, Leistung und Preis des Tesla Model Y

Genau zwei Wochen nach seinem ersten Auftauchen im Internet konnten wir das überarbeitete Tesla Model Y erstmals genauer unter die Lupe nehmen – noch bevor es im März nach Europa kommt. Wer entdeckt die Unterschiede?

„Überarbeitet“ ist dabei wörtlich zu verstehen: Das „neue Model Y“ erhält tatsächlich ein Facelift zur Mitte seines Modellzyklus. Die großen Komponenten, also Motoren und Batterien, bleiben unangetastet.

Nach 3,5 Millionen Verkäufen in fünf Jahren lautet das Stichwort für das meistverkaufte Auto der Welt: Effizienz. Das klingt zwar nicht besonders aufregend, doch zahlreiche Änderungen an der Karosserie bringen mehr Reichweite und Tempo. Zu den Zahlen kommen wir gleich.

Tesla Model Y: Neue Lichtleisten und bessere Aerodynamik

Als Erstes fällt auf, dass die bisherigen Scheinwerfer einer dreiteiligen Lichtleiste über die gesamte Fahrzeugbreite gewichen sind, ähnlich wie beim Cybertruck und Cybercab. Sie sitzt über einer neuen, niedrigeren Front, deren Luftkanäle die Effizienz verbessern sollen.

Dort unten versteckt sich auch eine neue Frontkamera. Sie besitzt eine eigene Waschanlage und eine Heizung, damit sie auch im Winter funktioniert.

Laut Tesla gleiten die serienmäßigen 19-Zoll-Räder besser durch den Fahrtwind. Das gilt ebenso für die neu gestaltete Heckklappe, den Spoiler aus modernen Thermoplasten und die Heckpartie. Der längere und breitere Diffusor erzeugt zusätzlichen Abtrieb.

Auch am Heck gibt es eine Lichtleiste. Sie ist allerdings einteilig, misst 1,6 Meter und bleibt selbst verborgen: Sichtbar ist ihre Reflexion, nicht das Licht unmittelbar. Interessant.

Mehr Komfort und Technik im Innenraum des Tesla Model Y

Für den Innenraum verspricht Tesla mehr Komfort. Die Sitze vorne und in der zweiten Reihe wurden für besseren Halt neu gestaltet und sind nun alle beheizt und belüftet. Außerdem hat Tesla die Karosserie versteift, die Fahrwerksgeometrie verändert und Dämpfungstechnik aus dem neuesten Model 3 übernommen. Das soll den Fahrkomfort verbessern.

Leiser dürfte das Model Y ebenfalls werden: Akustikglas kommt überall zum Einsatz. Zusätzliche Dämmmaterialien sollen Straßen-, Schlag- und Windgeräusche verringern. Psst.

Die Augen täuschen nicht: Endlich gibt es einen Blinkerhebel statt der Pfeiltasten am Lenkrad, die beim Model S so ungeschickt umgesetzt wurden. Tesla scheint auf Rückmeldungen zu hören. Haptische und mechanische Tasten werden weiterhin kombiniert, die meisten Funktionen sind aber ohnehin über den Touchscreen verteilt.

Hinten steht ein neuer 8-Zoll-Touchscreen bereit, über den Fahrgäste ihre Klimatisierung und Unterhaltung selbst einstellen können. Dazu gehören Spiele und das Streamen von Videos. Für Letzteres versprechen Verbesserungen an der Hardware deutlich schnellere Downloads. Außerdem gibt es zwei USB-Anschlüsse mit jeweils 65 Watt, an denen sich je ein Laptop laden lässt.

Auch beim Klang hat Tesla nachgebessert: Unsichtbare Lautsprecher werden durch ein selbst entwickeltes „akustisch transparentes Textil“ ermöglicht. Die Rücksitze lassen sich elektrisch verstellen und auf Knopfdruck flach umklappen. Der Kofferraum ist seltsamerweise 20 Liter kleiner als zuvor. Dafür hat der vordere Kofferraum nun eine Ablauföffnung, sodass sich verschmutzte Kabel dort bedenkenlos verstauen lassen.

Reichweite, Leistung und Preis des Tesla Model Y

Hier sind die versprochenen Zahlen: Obwohl der Antriebsstrang unverändert bleibt, beschleunigt das Model Y Long Range AWD fast eine ganze Sekunde schneller auf rund 100 km/h. Dafür braucht es 4,1 Sekunden; die Höchstgeschwindigkeit liegt bei rund 201 km/h.

Wie bisher reichen die Batterieoptionen von 60 bis 78 kWh. Für Fahrzeuge der Launch Series gibt Tesla eine Reichweite von rund 568 Kilometern an. Diese stehen auf 20-Zoll-Rädern statt auf den serienmäßigen 19-Zoll-Rädern. Die maximale Ladeleistung bleibt bei 250 kW.

Vorerst ist nur das Model Y Launch Series erhältlich. In Großbritannien kostet es 60.990 Pfund; weitere Ausstattungsvarianten sollen später folgen. Gegenüber dem vergleichbaren Modell vor dem Facelift ist das ein deutlicher Sprung: Noch vor wenigen Wochen lag dessen Preis bei 51.990 Pfund.

Wird das Model Y seinen Platz an der Spitze der Verkaufscharts behaupten?

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Katharina Leitner

Katharina Leitner ist Kulturwissenschafterin und Autorin aus Graz mit Schwerpunkt auf österreichischer Alltagskultur und regionalen Sprachbesonderheiten. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Schmolik, dessen Traditionen, Bedeutungen und zeitgemäßen Entwicklungen, und sammelt dazu Geschichten, Rezepte und Erfahrungsberichte aus ganz Österreich.

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