Dodge hat den Charger Daytona SRT enthüllt: ein elektrisches Muscle-Car, das einen Ausblick auf die nächste Generation der leistungsstarken „Monster“ der US-Marke gibt.
Das ist ein radikaler Wandel, nachdem Dodge uns mehr als ein Jahrzehnt lang zahlreiche Challenger mit immer stärkeren V8-Motoren der „alten Schule“ beschert hat.
Dass Dodge an einem vollständig elektrischen Muscle-Car arbeitete, war zwar bereits bekannt. Doch der Hersteller mit Sitz im US-Bundesstaat Michigan begnügte sich nicht damit und stellte das Modell mit einer Liste von Versprechen vor, die zumindest als ehrgeizig gelten dürfen.
Das US-Unternehmen erklärt nicht nur, der Stromer werde „wie ein Dodge fahren, wie ein Dodge aussehen und sich wie ein Dodge anfühlen“. Er soll auch genauso laut sein wie der Hellcat mit seinem aufgeladenen 6,2-Liter-V8. Ja, richtig gelesen.
Dodge Charger Daytona SRT: Elektroantrieb mit V8-„Stimme“
Der Prototyp besitzt ein System, das Dodge „Fratzonic Chambered Exhaust“ nennt. Es verstärkt den Klang in einer Resonanzkammer und kann damit gewissermaßen einen Auspuff simulieren.
Bei der Vorstellung des Prototyps ließ die US-Marke dieses „Brüllen“ hören – unten könnt ihr es euch anhören. Zurückhaltend wird es nicht ausfallen: Angekündigt wurden 126 dB, womit der Stromer genauso laut wäre wie der V-Achtzylinder.
Doch damit nicht genug: Dodge verspricht für das Elektroauto auch ein Getriebe, das Gangwechsel wie bei einer herkömmlichen Schaltung ermöglicht.
Die US-Marke bezeichnet diese Lösung als „eRupt“ und versichert, das Getriebe sei „eine Mehrgang-Einheit“. Über eine „elektromechanische“ Verbindung soll der Fahrer zwischen den Gängen wechseln können.
Wie sich das in der Praxis gestaltet, ist noch offen. Ebenso bleibt abzuwarten, ob sich tatsächlich Gänge einlegen lassen oder ob alles lediglich elektronisch simuliert wird.
Mit Details hält sich Dodge vorerst sehr zurück: Angaben zu Leistung oder Fahrleistungen gibt es nicht. Daher bleibt nur abzuwarten …
Futuristisch, aber mit Blick auf die Vergangenheit
Über den Dodge Charger Daytona SRT gibt es jedoch noch weit mehr zu berichten. Das beginnt bei seinem Erscheinungsbild, das vom Charger Daytona der 1970er-Jahre inspiriert ist.
Zwar fehlt der riesige Heckflügel des ursprünglichen Charger Daytona, doch der neue Charger Daytona SRT würdigt die aerodynamische Raffinesse seines Vorgängers auf andere Weise: mit einem Frontflügel namens R-Wing. Er entstand, indem der Bereich des sonst üblichen Kühlergrills zu einem Luftdurchlass umgestaltet wurde, der die Strömung auf die Motorhaube lenkt.
Dadurch bewahrt das neue Modell ein Erscheinungsbild, das zur langen Muscle-Car-Tradition von Dodge passt. Gleichzeitig sorgt die Lösung für eine bessere Aerodynamik mit geringerem Luftwiderstand und mehr Abtrieb an der Vorderachse.
Auffällig sind zudem die futuristische Lichtsignatur vorne und hinten, die Felgen mit Zentralverschluss und die Luftdiffusoren an beiden Fahrzeugenden. Hinzu kommen Spiegelkappen aus Carbonfaser mit einer Öffnung in der Mitte.
Abgesehen davon ist die Silhouette denkbar traditionell: Es handelt sich um ein Coupé mit drei klar abgegrenzten Volumen, auch wenn die Linien fließender und die Flächen glatter gestaltet sind als etwa beim aktuellen Challenger.
Die technischen Daten des Prototyps wollte Dodge nicht bekannt geben. Die Marke versicherte aber, dass er schneller als ein Challenger oder Charger SRT Hellcat sein werde. Bekannt ist außerdem, dass er Allradantrieb und ein 800-V-Elektrosystem erhält.
Wann kommt er?
Der Charger Daytona SRT ist derzeit noch ein Prototyp, gibt aber einen Vorgeschmack auf das künftige elektrische Muscle-Car von Dodge. Gerüchten zufolge könnte es bereits Ende 2023 auf den Markt kommen.






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