Der Skoda Enyaq erhält zum Jahreswechsel eine passende Modellpflege. Dabei verändern sich sowohl sein Gesicht als auch seine Ausstattung. Vor unserem Urteil stellen wir vier wesentliche Fakten zum tschechischen Modell vor.
Der 2020 eingeführte Skoda Enyaq bekommt eine willkommene Auffrischung. Beim Elektro-SUV konzentrieren sich die optischen Änderungen auf die Front, während der Innenraum nahezu unverändert bleibt. Erwähnenswert ist jedoch eine neue Benutzeroberfläche, die vom kleineren Elroq übernommen wird. Auch technisch tut sich ein wenig: Die Reichweite steigt. Hier sind vier Dinge, die man vor unserem Test des neuen Skoda Enyaq wissen sollte.
Neues Gesicht für den Enyaq: Was sich wirklich ändert und was bleibt
Grundlegend verändert wurde nur die Front. Der neue Skoda Enyaq übernimmt geschickt die breite schwarze Blende des Elroq und verzichtet dafür auf seinen besonders markanten Crystal-Face-Kühlergrill. An dessen Stelle treten kleine, weniger charakteristische Leuchtpunkte. Schade. Die Scheinwerfer sind nun zweigeteilt, wobei die Hauptleuchten im unteren Bereich des Stoßfängers sitzen. Auf der großen Motorhaube steht der Name Skoda ausgeschrieben.
In der Seitenansicht gibt es abgesehen von neuen Felgendesigns nichts zu berichten. Auch das Heck bleibt unverändert. Lediglich besonders aufmerksamen Beobachtern dürften die nun punktförmig gestalteten Leuchten auffallen – weitere Änderungen gibt es dort nicht. Die Farbpalette wird ebenfalls um einige neue Töne ergänzt, doch auch hier fällt die Zahl der Neuheiten gering aus. Das macht nichts: Das Design des Enyaq kommt seit seiner Einführung gut an, eine grundlegende Veränderung ist daher nicht nötig.
Benutzeroberfläche: Skoda behebt endlich die Schwäche seines Elektro-SUV
Der Innenraum blieb ebenfalls weitgehend unangetastet. Das begrüßen wir, denn die Gestaltung des Enyaq hat uns schon immer gefallen. Am Lenkrad ersetzt lediglich ein Skoda-Schriftzug das Logo mit dem geflügelten Pfeil. Wie beim Elroq steht außerdem eine neue helle Innenraumgestaltung zur Wahl. Eine große Umwälzung ist das nicht. Die wichtigste Änderung sitzt vielmehr in der Mitte des Armaturenbretts: Der 13-Zoll-Touchscreen wird endlich besser!
Kenner werden einwenden, dass das nicht ganz stimmt. Tatsächlich erhielt bereits der bisherige Enyaq ganz am Ende seiner Produktion diese Benutzeroberfläche. Jetzt kommt sie jedoch in der gesamten Modellpalette zum Einsatz. Die Fortschritte sind spürbar: Die Grafik ist besser, die Reaktionsfähigkeit optimiert. Auch die Bedienung profitiert von gut gewählten Schnellzugriffen. Eine Referenz ist das System noch immer nicht, aber zweifellos besser als zuvor.
Skoda Enyaq: Mehr Reichweite und schnelleres Laden in Zahlen
Der neue Skoda Enyaq nutzt weiterhin eine 400-Volt-Plattform. Das ist auch heute keineswegs ungewöhnlich, schließlich setzen zahlreiche Konkurrenten auf eine vergleichbare Architektur. Um mithalten zu können, überarbeitet der tschechische Hersteller die Technik dennoch: Eine Batterie mit geringfügig höherer Kapazität – 79 kWh statt bisher 77 kWh beim RS – soll die Reichweite erhöhen. Für unsere Version Coupé RS werden 567 km angegeben.
Auch die Gleichstrom-Ladeleistung der Batterie steigt geringfügig und erreicht in der Spitze 185 kW. Rekorde lassen sich damit zwar nicht aufstellen, zum Mithalten im Wettbewerbsfeld reicht es aber. Die Serienausstattung bleibt ordentlich und umfasst alles, was in dieser Klasse wesentlich ist. Allerdings sind wie beim Elroq neue Optionen im Abonnement erhältlich. Eine fragwürdige Entscheidung.
Tesla Model Y und chinesische SUV: Hat der Enyaq noch eine Chance?
Das Segment der Elektro-SUV ist schlicht überfüllt. Angesichts zahlreicher Modelle, die einander ähneln, muss der neue Skoda Enyaq Neues bieten, um Käufer anzusprechen. Das Problem: Seine Konzernverwandten Volkswagen ID.4 und Cupra Tavascan wirken eigenständiger. Auch die übrigen Konkurrenten zeigen Mut. Um beim Publikum zu punkten, hat der tschechische Hersteller stattdessen die Preise gesenkt. Die Modellpalette beginnt nun bei 46.400 € und ist für den Bonus förderfähig.
Im Vergleich zum ID.4 mag das teuer erscheinen. Dabei sollte man jedoch bedenken, dass der Enyaq serienmäßig eine Batterie mit 77 kWh mitbringt, während es beim deutschen Modell 52 kWh sind. Dadurch ist der Tscheche deutlich vielseitiger einsetzbar. Der Enyaq bleibt also konkurrenzfähig, sofern man die chinesischen Angebote außer Acht lässt. BYD Seal U, MGS5 EV und Xpeng G6 sind beispielsweise günstiger positioniert. Auch das Tesla Model Y dürfte dem Enyaq einiges Kopfzerbrechen bereiten.
Diesen Sonntag um 12 Uhr erfahren Sie unser vollständiges Urteil über den neuen elektrischen Skoda Enyaq!






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