Wie das Sprichwort sagt: Auf Hunger folgt Überfluss. Nach vielen Jahren des Wartens auf leistbare Elektroautos nimmt die Zahl solcher Angebote nun zu – der Nissan Pixo ist das jüngste Modell in dieser Gruppe.
Er ist das dritte Fahrzeug einer Strategie, mit der die Renault-Gruppe kleine Elektroautos günstiger machen will: eine gemeinsame technische Basis, mehrere Marken und unterschiedliche Karosserievarianten.
Den Anfang machte der Renault Twingo, danach folgte der neue Dacia Spring, nun kommt der Pixo hinzu. Plattform, Elektromotor, Batterie und zahlreiche weitere Bauteile sind bei allen drei Modellen identisch. Das Konzept dahinter ist klar: Indem dieselben Entwicklungsinvestitionen und Komponenten für mehrere Fahrzeuge genutzt werden, sollen die Kosten sinken und Elektroautos unterhalb der Grenze von 20.000 Euro wirtschaftlich möglich werden.
Familienähnlichkeit beim Nissan Pixo
Der Nissan Pixo wird wie der Twingo im slowenischen Novo Mesto gefertigt. Seine Herkunft lässt sich zwar nicht vollständig verbergen, dennoch tritt er mit einer eigenständigen Gestaltung auf.
Vorne hebt er sich deutlich ab: mit einer von Pixeln inspirierten Lichtsignatur, einem geschlossenen Kühlergrill und einer Formgebung, die laut Nissan an das Gesicht eines Roboters angelehnt ist. Auch am Heck kommen neue Leuchten zum Einsatz, während die Felgen grafische Elemente im selben Stil erhalten.
Darüber hinaus hat Nissan 23 kleine grafische Details an der Karosserie und im Innenraum versteckt. Diese Zahl ist kein Zufall: Die japanische Aussprache von 23 verweist auf „Nissan“.
Ein Twingo im Nissan-Stil
Während Nissan außen sichtbar eigene Akzente setzt, fällt die Differenzierung im Innenraum geringer aus. Der Pixo übernimmt vieles aus dem Twingo, darunter Lenkrad, Armaturenbrett, Bedienelemente und Infotainmentsystem. Das digitale Kombiinstrument misst 7 Zoll, der zentrale Bildschirm kommt auf 10 Zoll.
Die wichtigste Neuerung betrifft die Vernetzung. Der Pixo erhält Google integriert und laut Nissan erstmals im A-Segment den Assistenten Gemini. Damit lässt sich das Auto über Sprachbefehle bedienen.
Zusätzlich gibt es eine Face-ID-Gesichtserkennung, die den Fahrer identifizieren und dessen gespeicherte Einstellungen laden kann. Über die MyNissan-App lassen sich außerdem mehrere Fahrzeugfunktionen aus der Ferne steuern, einschließlich des Ladevorgangs.
Bekannte Technik des Nissan Pixo
Optisch unterscheiden sich die Modelle, unter der Karosserie sind das japanische Fahrzeug und sein französischer „Cousin“ jedoch nahezu gleich. So nutzt auch der Pixo die 27,5-kWh-Batterie mit LFP-Technologie – die erste Batterie dieser Art in einem in Europa angebotenen Nissan.
Die angegebene maximale Reichweite beträgt 259 km nach WLTP. Serienmäßig ist DC-Schnellladen mit 50 kW möglich, womit der Akku in rund 28 Minuten von 15 auf 80 % geladen werden kann. Beim AC-Laden unterstützt das Fahrzeug Leistungen von bis zu 11 kW, zudem ist bidirektionales Laden verfügbar.
Im Zeichen der Effizienz gehört auch das e-Pedal zur Ausstattung. Es ermöglicht, im Wesentlichen allein über das Fahrpedal zu beschleunigen, zu verzögern und das Auto zum Stillstand zu bringen.
Wie beim Renault Twingo und Dacia Spring versorgt diese Batterie im Nissan Pixo einen Elektromotor mit 82 PS (60 kW) und 175 Nm Drehmoment, der die Vorderräder antreibt.
Marktstart und Preis
Um den Pixo noch stärker vom Twingo abzugrenzen, hat Nissan exklusive Lackierungen wie Wonder Purple und Gear Blue vorgesehen. Zusammen mit den bereits erwähnten, pixelinspirierten Grafikelementen soll der Pixo trotz seiner technischen Nähe zum französischen Schwestermodell eindeutig erkennbar sein.
Die ersten Auslieferungen sind für Anfang 2027 geplant. Nissan hat die Preise für Österreich oder die übrigen europäischen Märkte noch nicht bekannt gegeben. Diese Angaben, die endgültigen marktspezifischen Spezifikationen sowie der Start der Vorbestellungen sollen Anfang 2027 folgen. Dennoch ist mit einem Einstiegspreis unter oder rund um 20.000 Euro zu rechnen.






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