Ein deutliches Zeichen für die derzeitige Unentschlossenheit der Autoindustrie: Die nächste Generation des BMW 3er wird zwei klar getrennte Wege einschlagen. Einerseits steht der bereits präsentierte BMW i3, der von Beginn an als Elektroauto konzipiert wurde, andererseits kommt ein 3er mit Verbrennungsmotor.
Die Gestaltungssprache wird sich stark ähneln, und beide Modelle werden einzelne Technologien gemeinsam nutzen. Unter ihrer Karosserie verbergen sich jedoch zwei grundverschiedene Fahrzeuge.
Der neue BMW i3 basiert auf der neuen Neue-Klasse-Plattform, die mit dem iX3 eingeführt wurde, und verspricht eine der höchsten Reichweiten seiner Klasse. Der kommende BMW 3er mit Verbrenner wird hingegen eine umfassend überarbeitete Ausführung der Generation sein, die aktuell erhältlich ist.
Sein Erscheinungsbild wird sich deutlich verändern und der neuen Designsprache der bayerischen Marke folgen. Im Innenraum wird das neue BMW Panoramic iDrive den Ton angeben. Technisch bleibt der Verbrenner-3er allerdings auf der CLAR-Plattform und wird weiterhin mit Benzin-, Diesel- und Plug-in-Hybrid-Antrieben angeboten.
Was ist bereits über den BMW 3er bekannt?
Bis zur Vorstellung des neuen 3er dauert es noch einige Monate, doch erste Hinweise darauf, was sich unter der Motorhaube befinden wird, verdichten sich bereits.
Die vollständige Elektrifizierung übernimmt zwar der „Bruder“ i3, dennoch wird der BMW 3er nicht gänzlich auf elektrische Unterstützung verzichten. Laut BMW erhalten die Vier- und Sechszylindermotoren ein 48-V-Mild-Hybrid-System – und das ist noch nicht alles.
Wie schon heute wird der 3er auch künftig als Plug-in-Hybrid erhältlich sein. Bestätigt wurde dies von Sergio Solero, Präsident und Geschäftsführer von BMW Italien.
Gegenüber dem Portal BMWBlog erklärte Solero, dass die deutsche Limousine weiterhin einen Verbrennungsmotor mit einem Elektromotor und einem Batteriepaket kombinieren wird. Damit bleibt sie eine Alternative für all jene, die noch nicht vollständig auf Elektromobilität umsteigen möchten.
Technische Daten hat BMW bisher nicht veröffentlicht. Sie dürften sich jedoch kaum weit vom aktuellen 330e entfernen, der den B48 – einen 2,0-Liter-Vierzylinder-Benzinturbo – mit einem in das Achtgang-Automatikgetriebe integrierten Elektromotor kombiniert. Dieser wird von einer 19,5-kWh-Batterie versorgt.
Zusammen ergibt das 292 PS und 420 Nm Drehmoment sowie eine angegebene elektrische Reichweite von bis zu 101 km nach WLTP. Beim neuen Modell könnte dieser Wert höher ausfallen, sodass der kommende BMW 3er weitere Kilometer ohne einen Tropfen Kraftstoff zurücklegen kann.
Auch der Diesel dürfte Teil des Programms bleiben. Sollte sich das bestätigen, könnten erneut Vier- und Sechszylinder zum Einsatz kommen, die bereits in der aktuellen Generation von einem Mild-Hybrid-System unterstützt werden und zwischen 150 PS und 340 PS leisten.
M3 mit reinem Verbrennungsmotor bleibt Realität
Während die Konkurrenten aus Affalterbach und Ingolstadt die Elektrifizierung zur Regel gemacht haben, wird sie beim künftigen M3 die Ausnahme sein – mehr oder weniger… Denn erstmals in der Geschichte des Modells wird es einen vollelektrischen M3 geben. Dabei handelt es sich jedoch um die Topversion des BMW i3.
Beim BMW 3er mit Verbrennungsmotor bleibt dagegen ein M3 mit Verbrenner im Angebot. Sein Motor soll weder dem Beispiel des Mercedes-AMG C63 S E-Performance folgen und Hubraum sowie Zylinderzahl halbieren, noch wie beim neuen Audi RS 5 mit einem schweren Plug-in-Hybrid-System kombiniert werden.
Stattdessen soll der zukünftige M3 mit Verbrennungsmotor weiterhin den bekannten 3,0-Liter-Reihensechszylinder-Biturbo einsetzen, ergänzt lediglich durch ein einfaches 48-V-Mild-Hybrid-System. Zu hören war er bereits:
Wann kommt der neue BMW 3er?
Ein bestätigter Termin für die Enthüllung der neuen BMW-3er-Generation existiert noch nicht. Alles deutet jedoch darauf hin, dass die Produktion noch vor Jahresende beginnen wird – die Präsentation dürfte daher nicht mehr lange auf sich warten lassen.






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