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Renault Twingo E-Tech elektrisch und Nissan Pixo im Vergleich

Zwei Elektroautos von Renault, ein weißer Twingo EV und ein blauer Pixo 2025, in modernem Showroom.
In diesem Artikel
  1. Spiel der Unterschiede
  2. Renault Twingo E-Tech elektrisch und Nissan Pixo mit gleicher Technikbasis
  3. Und der Preis?

Lange Zeit zählte der Preis zu den größten Hürden für die breitere Verbreitung von Elektroautos. Genau hier will die Renault-Gruppe mit einer neuen Generation kleiner, leistbarer Modelle ansetzen und Elektromobilität für mehr Menschen zugänglich machen.

Die Strategie: Kosten senken, ohne die Alltagstauglichkeit zu beeinträchtigen. Dafür setzt der Konzern auf kompakte Fahrzeuge, Batterien mit geringerer Kapazität und einfachere technische Lösungen. Den Anfang dieser Initiative machte der Renault Twingo E-Tech elektrisch, gefolgt vom neuen Dacia Spring.

Dank der Allianz Renault Nissan Mitsubishi findet sich dieses Konzept nun auch in einem Elektroauto außerhalb der französischen Gruppe: dem Nissan Pixo. Er kann als eine Art japanischer Cousin des Twingo gelten. Die Gemeinsamkeiten beginnen bereits bei der technischen Basis und sind zahlreich. Wir haben uns jedoch auf die Unterschiede zwischen beiden konzentriert.

Spiel der Unterschiede

Bei den Abmessungen sind der Renault Twingo und der Nissan Pixo nahezu Zwillinge. Das französische Modell ist 3,79 m lang, während der Japaner auf 3,796 m kommt – ein Unterschied von lediglich 5 mm. Beide verfügen über fünf Türen und vier Sitzplätze.

Beim Außendesign gehen die beiden Modelle allerdings eigene Wege. Der Twingo greift Merkmale des Originals von 1993 auf, darunter die runden Scheinwerfer und die „lächelnde“ Front. Der Pixo setzt dagegen auf eine kantigere Gestaltung mit einer von Pixeln inspirierten Lichtsignatur, einer markanteren Frontpartie und mehreren Details, die dieses Thema aufgreifen. Die Verwandtschaft ist unverkennbar, dennoch hat Nissan dem Modell eine eigenständige Identität gegeben.

Im Innenraum lässt der Pixo seine Nähe zum Twingo weniger gut verbergen: Er übernimmt sowohl das 7″-Kombiinstrument als auch den zentralen 10″-Bildschirm, wenn auch mit eigenen Benutzeroberflächen.

Dafür bietet der Pixo Google integriert, den Gemini-Assistenten – eine Premiere in diesem Segment –, Gesichtserkennung, e-Pedal, freihändiges Einparken sowie eine umfangreichere Ausstattung mit Fahrerassistenzsystemen.

Beide Fahrzeuge sind zudem mit verschieb- und umklappbaren Rücksitzen ausgestattet. So lässt sich je nach Bedarf zwischen mehr Platz für die Passagiere und einem größeren Kofferraum wählen.

Renault Twingo E-Tech elektrisch und Nissan Pixo mit gleicher Technikbasis

Die enge Verwandtschaft der beiden Modelle zeigt sich vor allem unter der Karosserie. Beide nutzen die Plattform AmpR Small, denselben Elektromotor mit 60 kW (82 PS) und 175 Nm Drehmoment sowie die gleiche LFP-Batterie mit 27,5 kWh.

Bei der angegebenen Reichweite gibt es allerdings einen kleinen Unterschied. Der Twingo erreicht 264 km nach WLTP, der Pixo wird mit bis zu 259 km angegeben. Der Wert des Nissan steht noch unter dem Vorbehalt der Homologation.

Selbst wenn sich diese Angabe bestätigt, dürfte der geringe Abstand teilweise auf die jeweilige Konfiguration zurückzuführen sein. Schon eine so einfache Änderung wie eine andere Felgengröße kann die ausgewiesene Reichweite beeinflussen.

Das Rezept bleibt also identisch – und zwar aus einem klaren Grund: um die Kosten zu reduzieren. Die LFP-Batterie mit geringerer Kapazität trägt zu diesem Ziel bei. Renault zufolge ermöglicht diese Technologie gegenüber einer NMC-Batterie mit vergleichbarer Kapazität Einsparungen von rund 20%.

Bei der Ladetechnik bestehen dennoch Unterschiede. Beim Twingo lässt sich die Batterie serienmäßig mit Wechselstrom (AC) mit 6,6 kW laden. Mit dem optionalen Paket Advanced Charge, das 500 Euro kostet, steigt die Leistung auf 11 kW. Außerdem ermöglicht dieses Paket Schnellladen mit Gleichstrom (DC) mit 50 kW, womit der Ladezustand in rund 28 Minuten von 15% auf 80% steigt.

Beim Pixo ist das Konzept ähnlich, weist aber einige Abweichungen auf. Gleichstromladen (DC) mit bis zu 50 kW gehört bei allen Varianten zur Serienausstattung und ermöglicht ebenfalls den Ladevorgang von 15% auf 80% innerhalb desselben Zeitraums. Der Wechselstromlader (AC) unterstützt bis zu 11 kW und ist bidirektional ausgeführt, sodass sich externe Geräte über die Fahrzeugbatterie versorgen lassen.

Und der Preis?

Diesen Teil des Vergleichs können wir derzeit noch nicht abschließend ziehen. Für den Renault Twingo E-Tech elektrisch stehen die Preise in Portugal bereits fest: Die Einstiegsvariante Evolution ist ab 19 497 Euro erhältlich, die besser ausgestattete Techno kostet 21 097 Euro.

Für den Nissan Pixo gibt es für den nationalen Markt noch keinen offiziellen Preis. Die Marke kündigt jedoch an, Preise, Ausstattungsvarianten und Aktionen im Dezember 2026 bekannt zu geben. Die Markteinführung ist für 2027 vorgesehen.

Ein Blick auf Nissan Micra und Renault 5 E-Tech deutet dennoch darauf hin, dass der Preisunterschied nicht groß ausfallen dürfte. Betrachtet man ausschließlich Varianten mit derselben Basismotorisierung von 90 kW (120 PS), startet der R5 bei 27 740 Euro, während der Micra ab 28 572 Euro erhältlich ist.

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Katharina Leitner

Katharina Leitner ist Kulturwissenschafterin und Autorin aus Graz mit Schwerpunkt auf österreichischer Alltagskultur und regionalen Sprachbesonderheiten. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Schmolik, dessen Traditionen, Bedeutungen und zeitgemäßen Entwicklungen, und sammelt dazu Geschichten, Rezepte und Erfahrungsberichte aus ganz Österreich.

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