Der M4 CS brachte das legendäre Kürzel CSL nach 19 Jahren Pause zurück zu BMW. Zuvor waren bereits 42 lange Jahre seit dem ersten BMW vergangen, der diese drei Buchstaben trug.
BMW verwendet die Bezeichnung nur selten. Wenn sie dennoch zum Einsatz kommt, steht sie daher für ein besonderes Modell.
BMW 3.0 CSL: Leichtbau für den Tourenwagensport
Den Anfang machte 1971 der BMW 3.0 CSL: Das elegante Coupé, Kennern als E9 bekannt, basierte auf dem bestehenden 3.0 CS und verfolgte ein klares Ziel: Erfolg in der Tourenwagenmeisterschaft.
Um die Fahrleistungen zu steigern, erhielt der Reihensechszylinder nicht einfach mehr Leistung. Stattdessen wurde das Gewicht des 3.0 CSL konsequent reduziert. Der Motor startete mit 180 PS, was aus heutiger Sicht bescheiden wirkt.
Diese Gewichtsersparnis gab dem Kürzel CSL seinen Namen: Es steht ursprünglich für Coupé Sport Leichtbau, also ein leichtes Sportcoupé.
Damit der Wagen dem „Leichtbau“ in seiner Bezeichnung gerecht wurde, ersetzte BMW Stahl an Motorhaube und Türen durch Aluminium. Für andere Karosserieteile kam dünnerer Stahl zum Einsatz. Die Seiten- und Heckscheiben bestanden statt aus Glas aus Perspex, und der Fahrer nahm auf einem leichteren Sitz Platz. Auch Ausstattung und Dämmmaterial wurden reduziert.
So kam der erste CSL auf 1165 kg – beachtliche 225 kg weniger als der entsprechende CS mit 1400 kg. Er entwickelte sich zu einer Legende auf Rädern, sowohl auf der Straße als auch auf der Rennstrecke.
Die Weiterentwicklung des 3.0 CSL gipfelte im berühmten, markanten „Batmobil“. Es trug aggressiver gestaltete Aerodynamikelemente und leistete nun 206 PS, auch dank eines größeren 3,2-Liter-Reihensechszylinders.
BMW M3 CSL: Die Rückkehr des Kürzels
Erst 2003 griff BMW die CSL-Bezeichnung wieder auf – für den wegweisenden M3 CSL der Generation E46. Für viele ist er bis heute der beste M3 überhaupt, obwohl er ausschließlich mit dem halbautomatischen Getriebe SMG II angeboten wurde, das dem Schaltgetriebe unterlegen war. Mehrere Besitzer rüsteten ihre Fahrzeuge deshalb auf die befriedigendere Handschaltung um – folgen Sie diesem Link …
Anders als beim Vorgänger ging es dieses Mal nicht darum, die Rennstrecken zu erobern. Dennoch folgte der M3 CSL demselben Rezept wie sein Vorfahr vier Jahrzehnte zuvor.
Im Mittelpunkt standen der Abbau unnötiger Kilos und die Verbesserung des Fahrwerks, nicht immer höhere PS-Zahlen. Trotzdem bekam der großartige S54-Reihensechszylinder ohne Aufladung und mit 3,2 l Hubraum einige zusätzliche „Pferdchen“: Seine Leistung stieg von 343 PS auf 360 PS, die bei hohen 7900 U/min anlagen.
Die Waage zeigte 1385 kg (DIN), also 110 kg weniger als beim „normalen“ M3. Möglich wurde das durch den Einsatz der exotischen Kohlefaser für Dach, Mittelkonsole und innere Türverkleidungen, durch weniger Ausstattung – selbst die Nebelscheinwerfer fielen weg – sowie durch eine dünnere Heckscheibe und weitere Maßnahmen.
Wie sein berühmter Vorgänger war auch dieser CSL noch ein Coupé Sport Leichtbau; den M3 CSL gab es ausschließlich als Coupé. Heute hat sich die Bedeutung allerdings ein wenig geändert. Verantwortlich dafür sind die CS-Modelle.
Abschied vom Coupé, Platz für Competition
Neben CSL hat auch das Kürzel CS bei BMW eine lange Geschichte und gehörte zur Modellbezeichnung mehrerer Coupés der Marke. Der Automarkt ist heute jedoch vielfältiger als früher: CS findet sich inzwischen auch an Modellen wie den jüngeren M3 CS und M5 CS, beides viertürige Limousinen.
BMW änderte deshalb die Bedeutung von Coupé Sport zu Competition Sport. So lässt sich das Kürzel auch mit anderen Karosserieformen verbinden, etwa mit den genannten Limousinen oder vielleicht sogar mit SUV.
Der Einheitlichkeit halber änderte BMW mit der Einführung des neuen M4 CSL auch die Bedeutung von CSL. Die Buchstaben stehen nun für Competition Sport Leichtbau.
Am Rezept hat sich trotz des neuen Namens nichts geändert: weniger Gewicht, ein verfeinertes Fahrwerk und in diesem Fall auch eine moderate Leistungssteigerung um 40 PS. Hier lässt sich der M4 CSL näher kennenlernen:






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