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Porsche Macan: Elektro-SUV bleibt im ersten Halbjahr hinter den Erwartungen zurück

Grauer Porsche Macan EV Elektro-SUV steht in modernem Autohaus mit rotem Sportwagen im Hintergrund.
In diesem Artikel
  1. Die Zukunft des Porsche Macan mit Verbrennungsmotor
  2. Panamera überrascht
  3. Nordamerika liegt an der Spitze

In Portugal verkauft sich der Macan erfolgreich, ebenso wie in anderen Märkten mit Förderungen. Im weltweiten Ergebnis von Porsche zeigt sich jedoch ein anderes Bild.

Der deutsche Hersteller hat seine Zahlen für das erste Halbjahr veröffentlicht: Mit 45 137 ausgelieferten Fahrzeugen und einem Plus von 15% gegenüber dem ersten Halbjahr 2024 war der Macan der meistverkaufte Porsche. Darin enthalten sind sowohl die Verbrenner- als auch die Elektroversion. Der elektrische Macan blieb für sich genommen allerdings hinter den Erwartungen zurück.

Seit Juli 2024 wird der Macan mit Verbrennungsmotor in Europa nicht mehr angeboten. In anderen Teilen der Welt, etwa in Nordamerika, ist er weiterhin erhältlich. Der neue elektrische Macan war zwar mit 25 884 Fahrzeugen beziehungsweise 60% der Gesamtzahl die meistverkaufte Variante des SUV, Anlass zum Feiern ist das aber nicht.

Denn der ikonische Porsche 911, ein deutlich teureres Nischenmodell, erreichte mit 25 608 Fahrzeugen nahezu dieselbe Stückzahl – der Abstand betrug lediglich 276 Einheiten. Dabei lagen die Verkäufe des 911 sogar 9% unter dem Wert des entsprechenden Vorjahreszeitraums.

Die Zukunft des Porsche Macan mit Verbrennungsmotor

Seit seiner Markteinführung vor mehr als einem Jahrzehnt hat sich der Macan zu einem der wichtigsten Modelle von Porsche entwickelt. In den vergangenen 10 Jahren wurden mehr als eine halbe Million Fahrzeuge verkauft; häufig konkurrierte er mit dem Cayenne um den Platz als meistverkauftes Modell der Marke.

Angesichts der Ergebnisse des elektrischen Macan und des näher rückenden Produktionsendes des Verbrenners hat Porsche beschlossen, ein neues SUV mit Verbrennungsmotor zu entwickeln. Es soll denselben Platz wie der Macan einnehmen und parallel zum elektrischen Macan angeboten werden.

Auch für den Porsche Cayenne verlief das erste Halbjahr 2025 schwierig: Mit 41 873 Fahrzeugen lag er 23% unter dem Ergebnis des gleichen Zeitraums im Vorjahr.

Das SUV ist mit Verbrennungsmotoren und als Plug-in-Hybrid erhältlich. Im kommenden Jahr soll außerdem ein elektrischer Cayenne erscheinen. Er wird zwar denselben Namen tragen, aber nicht auf dem Cayenne mit Verbrennungsmotor basieren.

Panamera überrascht

Innerhalb der Modellpalette legte neben dem Macan nur der Panamera beim Absatz zu. Von ihm wurden 14 975 Fahrzeuge ausgeliefert, 13% mehr als 2024.

Bei 718 Boxster und Cayman ging es dagegen abwärts: Zusammen kamen sie auf 10 496 Fahrzeuge, ein Minus von 12%. Ein Grund dafür ist auch der Rückzug vom europäischen Markt infolge der neuen EU-Vorschriften zur Cybersicherheit. Die Produktion der aktuellen Generation wird im vierten Quartal dieses Jahres eingestellt.

Auch die Verkäufe des Taycan, eines weiteren rein elektrischen Modells der Marke, gingen zurück. Mit 8392 ausgelieferten Fahrzeugen lag er 6% unter dem ersten Halbjahr des Vorjahres.

Nordamerika liegt an der Spitze

Weltweit verkaufte Porsche im ersten Halbjahr 2025 insgesamt 155 945 Autos. Das entspricht einem Rückgang von 6% gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Trotz dieses Minus gibt es Märkte, die „brodeln“: In Nordamerika erzielte Porsche mit 43 577 verkauften Fahrzeugen einen neuen Absatzrekord. Das bedeutet ein Plus von 10%.

In Europa ohne Deutschland fiel das Ergebnis weniger positiv aus: Dort wurden 35 381 Fahrzeuge verkauft, 8% weniger. Auf dem Heimatmarkt Deutschland war der Rückgang mit 23% noch stärker; hier waren es 15 973 Fahrzeuge.

Auch in China, dem weltweit größten Markt für Luxusautos, halten die Probleme an. Dort verzeichnete Porsche mit 28% den stärksten Rückgang; der Absatz sank auf 21 302 Fahrzeuge. In den Schwellenländern erreichte die Marke hingegen mit 30 258 verkauften Fahrzeugen und einem Plus von 10% einen neuen Rekord.

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Katharina Leitner

Katharina Leitner ist Kulturwissenschafterin und Autorin aus Graz mit Schwerpunkt auf österreichischer Alltagskultur und regionalen Sprachbesonderheiten. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Schmolik, dessen Traditionen, Bedeutungen und zeitgemäßen Entwicklungen, und sammelt dazu Geschichten, Rezepte und Erfahrungsberichte aus ganz Österreich.

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