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Audi in der Formel 1: Die strategische Bedeutung des Einstiegs

Moderner Audi Formel-1-Rennwagen in Rot und Silber steht in hellem Ausstellungsraum mit großen Fenstern.
In diesem Artikel
  1. Audi in der Formel 1: Mehr als Rennsiege
  2. Ein Engagement nach eigenen Regeln
  3. Mehrere Saisonen im Blick
  4. Nächste Woche wieder bei Auto Rádio

Audi kehrt an die Spitze des Motorsports zurück. Nach Erfolgen im Langstreckensport, insbesondere in Le Mans, bei Rallyes und zuletzt bei der Dakar will sich die deutsche Marke nun auf der anspruchsvollsten und öffentlichkeitswirksamsten Bühne des Automobilrennsports behaupten.

Hinter dem Schritt steht jedoch nicht nur eine sportliche, sondern auch eine strategische Entscheidung. Audi möchte zwar in der Formel 1 Erfolge feiern, das eigentliche Ziel liegt aber abseits der Rennstrecke.

In der jüngsten Folge von Auto Rádio, dem Podcast von Razão Automóvel mit Unterstützung von PiscaPisca.pt, haben wir mit Marília Machado dos Santos, Generaldirektorin von Audi Portugal, darüber gesprochen, worum es in dieser neuen Phase für die deutsche Marke tatsächlich geht.

Audi in der Formel 1: Mehr als Rennsiege

Der Einstieg von Audi in die Formel 1 fällt mit einem Wandel der Rennserie zusammen: Seit diesem Jahr spielt der elektrische Anteil in den Antriebseinheiten der Rennwagen eine größere Rolle.

Das neue Reglement der FIA schreibt außerdem Kraftstoffe vor, die zu 100 % nachhaltig sind. Sie werden synthetisch aus Siedlungsabfällen, Biomasse, die nicht für die Ernährung bestimmt ist, und abgeschiedenem Kohlenstoff hergestellt.

Diese neuen Rahmenbedingungen waren für Audis Eintritt in die Formel 1 ausschlaggebend. Die Rennserie steht damit nicht mehr nur für reine Leistung, sondern wird zu einem Technologielabor mit unmittelbaren Auswirkungen auf Straßenfahrzeuge. Genau darin sieht Audi einen Nutzen.

Ein Engagement nach eigenen Regeln

Der deutsche Hersteller hat sich nicht für den einfachsten Weg entschieden: Statt die wichtigsten Bauteile seines Rennwagens einfach auf dem Markt zu kaufen, entwickelt Audi auf Grundlage der früheren Sauber-Struktur sowohl die eigene Antriebseinheit als auch das Getriebe von Grund auf selbst.

Das erhöht zwar das Risiko, bedeutet aber zugleich, dass ein möglicher Erfolg vollständig Audi zugerechnet werden kann.

Die Entscheidung unterstreicht zudem die Bindung der Marke an die Rennserie. Diese bietet eine Bühne, auf der sich Konzepte, Technologien und Positionierungen überprüfen lassen.

Zum letzten Punkt betonte Marília Machado dos Santos, wie beliebt die Formel 1 beim jüngeren Publikum ist. Dieses „Segment“ potenzieller Kundinnen und Kunden, ob heute oder in Zukunft, möchten alle Marken erreichen. Audi bildet dabei naturgemäß keine Ausnahme.

Mehrere Saisonen im Blick

Der Einstieg in die Formel 1 erfolgt jetzt, das Engagement ist jedoch bis zum Ende des Jahrzehnts angelegt. Bis 2030 möchte die Marke in der Konstrukteurswertung zumindest einen Podestplatz erreichen.

Bis dahin will Audi seine Ausrichtung auf elektrifizierte Modelle weiter verstärken, sowohl bei vollelektrischen Fahrzeugen als auch bei Plug-in-Hybriden. Das gilt insbesondere nach den Rückschritten der Europäischen Kommission in der Emissionspolitik.

Dafür werden die auf der Rennstrecke gewonnenen Erkenntnisse entscheidend sein – ob bei der Software für das Energiemanagement, der Kühlung der Batterien oder der Leistungsabgabe.

Vor mehreren Jahrzehnten prägte Bob Tasca in der goldenen Ära der NASCAR in den USA den Satz „Am Sonntag gewinnen, am Montag verkaufen“, sinngemäß also: „Sonntags gewinnen, montags verkaufen“. Die Zeiten und die Herausforderungen der Branche haben sich geändert, doch dieser Grundsatz ist aktueller denn je.

Nächste Woche wieder bei Auto Rádio

Es gibt also genügend Gründe, die jüngste Folge von Auto Rádio anzusehen oder anzuhören. Der Podcast ist nächste Woche auf den gewohnten Plattformen YouTube, Apple Podcasts und Spotify zurück.

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Katharina Leitner

Katharina Leitner ist Kulturwissenschafterin und Autorin aus Graz mit Schwerpunkt auf österreichischer Alltagskultur und regionalen Sprachbesonderheiten. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Schmolik, dessen Traditionen, Bedeutungen und zeitgemäßen Entwicklungen, und sammelt dazu Geschichten, Rezepte und Erfahrungsberichte aus ganz Österreich.

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