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Reifenkennzeichnungen und Reifenlabel richtig verstehen

Weißes Elektroauto in modernem Showroom mit reflektierendem Boden und Reifen im Vordergrund.
In diesem Artikel
  1. Wie liest man die Angaben auf dem Reifen?
  2. Das neue Reifenlabel
  3. Welchen Reifen sollten Sie wählen?

Ein Reifenwechsel bedeutet nicht einfach, eine Dimension zu wählen, die «auf die Felge passt». Auf der Reifenflanke finden sich zahlreiche Angaben zu Abmessungen, Bauart, Tragfähigkeit, Höchstgeschwindigkeit und sogar zu speziellen Genehmigungen.

Wer diese Zahlen, Buchstaben und Symbole richtig deutet, kann sicherstellen, dass für jedes Auto der passende Reifen gewählt wird. Sehen wir uns die Angaben Schritt für Schritt an.

Wie liest man die Angaben auf dem Reifen?

Wer einen Reifen schon einmal genauer betrachtet hat, hat vermutlich die vielen Buchstaben und Zahlen auf seiner Flanke bemerkt.

Nehmen wir die unten dargestellte Abbildung und die darauf angeführten Kennzeichnungen als Beispiel. Bei der Auswahl eines Reifensatzes ist vor allem die mit den Ziffern 1 bis 6 markierte Folge entscheidend: 225/45 R18 95H. Die übrigen Markierungen werden zwar seltener geprüft, liefern aber ebenfalls wichtige Informationen.

Eine weitere besonders relevante Kennzeichnung für Reifen, die auf Schnee eingesetzt werden sollen, ist 3PMSF. Das Symbol zeigt einen Berg mit drei Gipfeln und einer Schneeflocke und kennzeichnet Reifen, die für den Einsatz bei strengen Schneeverhältnissen zertifiziert sind.

Anders als die Kennzeichnung M+S, die für sich allein keinen standardisierten Test der Schneeleistung voraussetzt, darf die 3PMSF-Markierung nur verwendet werden, wenn der Reifen die für diesen Einsatzzweck festgelegten Anforderungen erfüllt.

Das neue Reifenlabel

Zusätzlich zu den Angaben auf der Reifenflanke tragen Reifen, die in der Europäischen Union verkauft werden, ein Label. Es ermöglicht einen einfachen Vergleich einiger ihrer Eigenschaften. Die drei wichtigsten sind: Energieeffizienz, Nasshaftung und externes Rollgeräusch.

Die Skalen für Energieeffizienz und Nasshaftung reichen von A bis E. Das externe Rollgeräusch wird von A bis C eingestuft und jeweils mit dem entsprechenden Dezibelwert angegeben.

Für die Energieeffizienzklasse ist der Rollwiderstand ausschlaggebend. Je geringer er ausfällt, desto weniger Energie wird benötigt, um den Reifen in Bewegung zu halten. Ein effizienterer Reifen kann in der Praxis dazu beitragen, den Kraftstoffverbrauch zu senken oder die Reichweite eines Elektroautos zu erhöhen.

Bei der Nasshaftung gibt die Einstufung Aufschluss über die Reifenleistung beim Bremsen auf nasser Fahrbahn. Klasse A steht innerhalb der Skala für die beste Leistung, während E die niedrigste Stufe darstellt.

Das externe Rollgeräusch wird in dB(A) angegeben und mit einer Klasse von A bis C ergänzt. Wichtig ist: Dieser Wert bezieht sich auf die vom Reifen nach außen abgegebene Geräuschentwicklung. Er misst nicht direkt den Lärm, den die Insassen im Fahrzeuginnenraum wahrnehmen.

Sofern zutreffend, kann das Label außerdem Symbole für Schnee- und Eisgriffigkeit enthalten. Oben befindet sich auch ein QR-Code, über den sich in der europäischen EPREL-Datenbank das Informationsblatt zum jeweiligen Reifen abrufen lässt.

Welchen Reifen sollten Sie wählen?

Das europäische Reifenlabel ist ein hilfreiches Vergleichsinstrument, sollte jedoch nicht isoliert betrachtet werden. Zunächst muss unbedingt sichergestellt sein, dass der ausgewählte Reifen über die für das Fahrzeug passenden Abmessungen, den richtigen Lastindex und die geeignete Geschwindigkeitskategorie verfügt.

Auch wenn die Wetterbedingungen in Portugal in den meisten Fällen keine Winterreifen erfordern, können sie je nach Region, Einsatzart oder den Ländern, in die Sie häufig reisen, sinnvoll sein.

Reifen sind die einzige Verbindung zwischen dem Auto und der Fahrbahn. Es lohnt sich daher, einige Minuten in das Verständnis aller Kennzeichnungen zu investieren, um den richtigen Reifen für Ihr Fahrzeug auszuwählen.

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Katharina Leitner

Katharina Leitner ist Kulturwissenschafterin und Autorin aus Graz mit Schwerpunkt auf österreichischer Alltagskultur und regionalen Sprachbesonderheiten. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Schmolik, dessen Traditionen, Bedeutungen und zeitgemäßen Entwicklungen, und sammelt dazu Geschichten, Rezepte und Erfahrungsberichte aus ganz Österreich.

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