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Polestar 4 SUV: Der elegante Elektro-Kombi

Weißes Elektro-SUV steht auf felsigem Gelände vor einer Klippenlandschaft bei Sonnenuntergang.
In diesem Artikel
  1. Polestar 4 SUV: Mehr Kombi als SUV
  2. Karosserie und Innenraum des Polestar 4 Kombi
  3. Antrieb, Batterie und Preise

Polestar bezeichnet ihn als „SUV“, doch für die hoffnungsvollen Augen von TopGear.com wirkt er eher wie ein höhergelegter Kombi. Und zwar ein attraktiver, stimmig proportionierter höhergelegter Kombi. Hier ist also der vernünftigere Bruder des Polestar 4: der, ähm, Polestar 4 SUV.

Das ist insofern amüsant, als Polestar zu Jahresbeginn erklärte, das neue Modell stehe in schwedischer Automobiltradition – ein Land, das „berühmt für seine Kombis“ sei. Wir bleiben daher bei dieser Bezeichnung.

Polestar 4 SUV: Mehr Kombi als SUV

Im Grunde entspricht er dem Polestar 4, trägt aber eine geradere und höhere Dachlinie, ein kantiger gestaltetes Heck sowie durchgehende Dachreling. Über diese Reling lassen sich zudem 100 kg zusätzliches Gepäck sicher transportieren. Je nachdem, was Stig zum Frühstück hatte, sollte dort oben vermutlich sogar ein ausgewachsener Stig Platz finden.

Das höhere Dach verschafft den Passagieren im Fond 2,5 cm mehr Kopffreiheit. Zur Ausstattung zählen außerdem serienmäßig ein Glasdach – alternativ ist ein elektrochromes, abdunkelbares Dach erhältlich –, einige zusätzliche Schnellzugriffe im Zentraldisplay, ein Harman Kardon Premium-Soundsystem und ein herkömmlicher Innenspiegel. Hurra!

Ein digitaler Spiegel ist allerdings ebenfalls verfügbar, wobei unsere Erfahrung im Polestar 4 Coupé uns davon nicht restlos überzeugt hat. Ganz gleich, durch welchen Spiegel man blickt: Die 530 Liter Kofferraumvolumen sind nicht zu sehen – außer, man kann leeren Raum wie Adrian Newey vor dem inneren Auge darstellen. Genau dieses Volumen bietet der 4 Nicht-SUV bei aufgestellten Sitzen.

Bei umgelegter Rückbank wächst das Ladevolumen auf 1.680 Liter. Ein Mercedes E-Klasse T-Modell kommt beispielsweise auf 615 beziehungsweise 1.830 Liter, daher ist der Polestar nicht gerade ein Raumwunder. Dafür sieht er besser aus.

Karosserie und Innenraum des Polestar 4 Kombi

Das liegt vor allem daran, dass abgesehen vom neuen Heck praktisch die gesamte Karosserie, das Design und auch der Innenraum unverändert vom bereits sehr gelungenen Polestar 4 ohne Heckscheibe übernommen wurden. Offenbar mussten nur 48 neue Teile entwickelt werden, um daraus dieses SUV-Kombi-Ding zu machen.

Und weil wir gerade bei Sir Stig sind: Die weiß gekleidete Figur dürfte sich für die technischen Daten des 4 Nicht-SUV interessieren. Auf derselben SEA-Architektur wie das Coupé basiert er auf zwei Elektromotoren, Allradantrieb, 395 kW (537 PS) und 686 Nm. Den Sprint auf 100 km/h erledigt er in lediglich 3,9 Sekunden, die WLTP-Reichweite liegt bei 600 km.

Antrieb, Batterie und Preise

Daneben gibt es eine schwächer motorisierte Variante mit Hinterradantrieb. Sie leistet deutlich vernünftigere 197 kW (268 PS) und 343 Nm, beschleunigt in 7,3 Sekunden auf 100 km/h und erreicht nach WLTP 629 km. Beide Versionen besitzen eine 100-kWh-Batterie, ermöglichen DC-Laden mit bis zu 200 kW und AC-Laden mit 22 kW.

Zusätzlich lässt sich ein „Performance Pack“ bestellen. Es ersetzt die passiven Stoßdämpfer durch aktive ZF-Dämpfer und umfasst stärkere Brembo-Bremsen sowie 22-Zoll-Räder mit Pirelli P Zero-Reifen.

Zur weiteren Ausstattung gehören Vehicle-to-Load (V2L), ein „Camping-Modus“ – der im Grunde genau das macht, was sein Name verspricht – und ein klarer Fokus darauf, den CO₂-Fußabdruck des gesamten Fahrzeugs möglichst gering zu halten. Umso kurioser, dass auch Google Gemini AI an Bord ist, denn selbstverständlich muss diese ressourcenintensive Technik an jeder erdenklichen Stelle allen aufgezwungen werden. Und ausatmen.

Die Preise? Der Hecktriebler kostet £54.750, die Version mit zwei Motoren £60.705. Modelle mit Performance Pack beginnen bei £68.250. Polestar will die ersten 4 – nein, wir können ihn einfach nicht SUV nennen – Kombis noch vor Jahresende an Kundinnen und Kunden ausliefern.

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Katharina Leitner

Katharina Leitner ist Kulturwissenschafterin und Autorin aus Graz mit Schwerpunkt auf österreichischer Alltagskultur und regionalen Sprachbesonderheiten. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Schmolik, dessen Traditionen, Bedeutungen und zeitgemäßen Entwicklungen, und sammelt dazu Geschichten, Rezepte und Erfahrungsberichte aus ganz Österreich.

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