Jetzt ist es offiziell: Nachdem durchgesickerte Bilder den Lanzador bereits vorzeitig gezeigt hatten, präsentierte Lamborghini bei der Monterey Car Week in Kalifornien (USA) sein erstes zu 100 Prozent elektrisches Modell.
Der dreitürige Crossover bietet Platz für bis zu vier Personen in einer 2+2-Anordnung. Sein Auftritt ist innerhalb der Lamborghini-Palette neu, wirkt aber dennoch vertraut.
Der Lanzador, den Lamborghini als „Super GT“ bezeichnet, scheint die Linien des SUV Urus mit jenen des Huracán Sterrato zu verbinden. Letzteren, die Version des italienischen Supersportwagens mit „hochgekrempelten Hosen“, haben wir erst kürzlich getestet:
Am stärksten erinnert uns der in Azzurro Abissale lackierte Lanzador allerdings an ein anderes Lamborghini-Modell: den Estoque. Die vor fast 15 Jahren vorgestellte Studie nahm eine viertürige Limousine vorweg, die nie gebaut wurde.
Dabei gilt es zu bedenken, dass die Serienversion des Lanzador erst 2028 auf den Markt kommen soll. In den kommenden fünf Jahren könnte die Studie daher noch verändert werden.
Lamborghini Lanzador: Innenraum mit Anleihen aus der Luftfahrt
Was für das Äußere gilt, trifft auch auf den Innenraum zu. Dieser fällt durch seine gewagte Gestaltung auf, die offenbar von der Luftfahrt inspiriert wurde.
Fahrer und Beifahrer trennt beispielsweise eine Art Brücke mit stilisierten Linien. Sie verbindet die Oberseite des Armaturenbretts mit einer Konsole zwischen den Sitzen. Die Sitze selbst sind schlank und erwartungsgemäß sportlich gestaltet.
Für jeden Insassen steht ein Bildschirm bereit, auch auf den hinteren Plätzen. Einen zentralen Bildschirm gibt es interessanterweise nicht.
Die Rücksitze lassen sich umklappen, und der Kofferraum wirkt, soweit erkennbar, groß. Eine dritte Tür anstelle eines Deckels erleichtert den Zugang.
Zusätzlich gibt es vorne einen zweiten, kleineren Kofferraum, wie es bei mehreren Elektroautos üblich ist. Darin befindet sich ein Satz maßgeschneiderter Taschen, die genau in diesen Raum passen.
Mehr als 1000 kW Leistung
Wie bereits angekündigt, gibt der Lanzador einen Ausblick auf das erste rein elektrische Modell der Marke aus Sant’Agata Bolognese. Und wie von Lamborghini zu erwarten, bringt es beeindruckende Eckdaten mit.
Bei den veröffentlichten Zahlen hielt sich die italienische Marke allerdings zurück: Schließlich liegt die Serienversion, wie erwähnt, noch fünf Jahre in der Zukunft. Bekannt gab Lamborghini jedoch, dass zwei Elektromotoren den Lanzador antreiben – einer pro Achse. Zusammen leisten sie maximal mehr als 1000 kW (mehr als 1360 PS).
Darüber hinaus verfügt der „Super GT“ über aktive Aerodynamikelemente, eine Luftfederung, elektronisch geregelte Stoßdämpfer und eine Allradlenkung.
Verändert er sich bis 2028?
Wie bereits erwähnt, wird die Serienversion der Studie Lanzador erst in fünf Jahren, also 2028, der Welt vorgestellt. Die Markteinführung soll unmittelbar danach erfolgen.
Offen bleibt, welche optischen Änderungen der Lanzador bis dahin noch erfahren könnte. Traditionell nimmt die Marke aus Sant’Agata Bolognese zwischen Studien und Serienmodellen jedoch keine drastischen Änderungen vor – ein Blick auf den Urus genügt als Beispiel.






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