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Wie Frankreich in Douai die Fertigung von Batterien für Elektroautos erlernt

Weißes Elektroauto Envision-E mit futuristischem Design in modernem Ausstellungsraum.
In diesem Artikel
  1. Batterien aus Douai für Renault
  2. Ein hochtechnisches Verfahren zur Batterieproduktion
  3. Die Batteriefabrik in Douai sucht Personal
  4. EU-Förderung für die Batteriefabrik

Wie lernt Frankreich, Batterien für Elektroautos selbst herzustellen? Ein Einblick in Douai, wo chinesische Fachkräfte ihr Know-how in einer neuen Riesenfabrik weitergeben.

Die Gigafactory des chinesischen Konzerns AESC Envision in Douai hat ausnahmsweise Kameras von TF1 eingelassen. Das ermöglicht einen bislang unerreichten Blick hinter die Kulissen der französischen Herstellung von Batterien für Elektroautos. Die riesige Fabrik liegt direkt gegenüber dem traditionsreichen Standort der Renault-Gruppe und ist eine der strategischen Säulen der „Battery Valley“ in der Region Hauts-de-France.

Batterien aus Douai für Renault

In Douai sollen Batteriezellen und -module vor Ort für wichtige Modelle der Marke mit der Raute entstehen, allen voran für den Renault 5 E-Tech und den R4. So will Frankreich seine Abhängigkeit von Importen aus Asien verringern und zugleich den CO₂-Fußabdruck sowie die Logistikkosten optimieren.

Ein hochtechnisches Verfahren zur Batterieproduktion

Die Hälfte der 1.500 Beschäftigten am Standort arbeitet in streng kontrollierten Reinräumen. Wer sie betreten will, muss durch eine Schleuse und eine Druckluftdusche zur Desinfektion. Staub und Feuchtigkeit müssen unbedingt entfernt werden, um die Batteriezellen zu schützen.

In einem Labyrinth aus automatisierten Maschinen laufen rund 400 Kilogramm schwere Kupfer- und Aluminiumrollen durch die Anlage. Die hauchdünnen Metallfolien sind einen Zehntelmillimeter dick und werden mit flüssigem Nickel-Mangan-Kobalt bedruckt. Anschließend werden sie zugeschnitten und gestapelt.

Im Inneren kommt es dabei auf höchste Präzision an: Etwa 400 Kilogramm schwere Rollen aus Kupfer und Aluminium durchlaufen ein Gewirr automatisierter Maschinen. Die lediglich einen Zehntelmillimeter dünnen Metallfolien werden mit Nickel-Mangan-Kobalt in flüssiger Form bedruckt, danach zugeschnitten und übereinandergestapelt.

Nach dem Zusammenbau und der Sicherung werden die Zellen zu kompakten Modulen von jeweils 50 Kilogramm zusammengefasst. Diese gelangen anschließend direkt zum Einbau unter dem Fahrzeugboden.

Die Batteriefabrik in Douai sucht Personal

Weil das Verfahren komplex ist und sich in Europa erst entwickelt, sind 200 chinesische Expertinnen und Experten in der Fabrik tätig. Sie schulen die örtlichen Teams und begleiten den Hochlauf der Produktionslinie. Gleichzeitig stellt das Unternehmen weiter ein: In den kommenden sechs Monaten möchte es 200 neue unbefristete Arbeitsverträge abschließen, darunter rund 40 für Stellen in der technischen Wartung.

EU-Förderung für die Batteriefabrik

Europa bemüht sich darum, seine nahezu vollständige Abhängigkeit von Asien bei Batteriezellen zu verringern. Für die Fabrik stellte die Europäische Union (EU) daher 48 Millionen Euro an Fördermitteln bereit. Der chinesische Envision-Konzern investierte insgesamt 2 Milliarden Euro, um das Werk zu errichten.

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Katharina Leitner

Katharina Leitner ist Kulturwissenschafterin und Autorin aus Graz mit Schwerpunkt auf österreichischer Alltagskultur und regionalen Sprachbesonderheiten. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Schmolik, dessen Traditionen, Bedeutungen und zeitgemäßen Entwicklungen, und sammelt dazu Geschichten, Rezepte und Erfahrungsberichte aus ganz Österreich.

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