Die brasilianische Regierung treibt im Rahmen ihrer Zusammenarbeit mit regionalen Partnern die Schenkung von Hubschraubern an die Streitkräfte Paraguays und Uruguays voran. Paraguay soll Maschinen vom Typ Bell 412 erhalten, Uruguay Hubschrauber vom Typ Bell Jet Ranger III. Der Nationalkongress hat die Maßnahme genehmigt; sie wurde im Amtsblatt des Bundes veröffentlicht. Übertragen werden Luftfahrzeuge der Bundespolizei und der Marine, die im Bestand der brasilianischen Streit- und Sicherheitskräfte inzwischen als veraltet gelten.
Dem offiziellen Dekret zufolge erhält Paraguay zwei Bell 412 Classic vom Luftfahrtkommando der Bundespolizei. Für Uruguay sind zwei Bell Jet Ranger III der brasilianischen Marineflieger vorgesehen. Die Übergabe erfolgt im aktuellen Zustand der Maschinen, die Transportkosten übernimmt Brasilien. Die Initiative stärkt die militärische Zusammenarbeit der Länder des südlichen Lateinamerikas, die ihre Beziehungen in den vergangenen Jahren insbesondere in den Bereichen Verteidigung, Ausbildung und logistische Unterstützung ausgebaut haben.
Bell Jet Ranger III für Uruguays Marine
Die Schenkung der Jet Ranger an Uruguay setzt die langjährige Beziehung zwischen den beiden Marinen fort. Bereits 2013 übergab die brasilianische Marine einen Hubschrauber vom Typ Esquilo AS355 F-2 an die uruguayische Marine. Dadurch konnten die uruguayischen Marineflieger den Betrieb an Bord des Flugzeugträgers ROU General Artigas aufnehmen und sogar an Antarktiseinsätzen teilnehmen.
Mit den neuen Bell 206B-3 sollen die Fähigkeiten zur Ausbildung und Küstenüberwachung gestärkt werden. Zugleich erreicht die Marine damit den für den Betrieb idealen Bestand von drei Luftfahrzeugen desselben Typs. Das bringt unmittelbare Vorteile bei Wartung, Ausbildung und Verfügbarkeit.
Bell 412 und weitere Ausrüstung für Paraguay
Paraguay baut seine Fähigkeiten mithilfe der aus Brasilien geschenkten Ausrüstung weiter aus. Neben den Hubschraubern erhält das paraguayische Heer sechs selbstfahrende Artilleriefahrzeuge vom Typ M108 mit einem Kaliber von 105 mm. Es nimmt damit erstmals Waffen dieser Art in seinen Bestand auf. Nach Angaben des paraguayischen Heereskommandanten, General Manuel Rodríguez, befinden sich die Fahrzeuge in gutem Betriebszustand und eröffnen neue Möglichkeiten für die doktrinäre und taktische Mobilität.
Zum Paket gehören außerdem ein 122 Meter langer Schwimmponton aus Aluminium sowie gepanzerte Fahrzeuge des Typs EE-11 Urutu 6×6. Letztere sollen schrittweise in den Fahrzeugbestand des Landes aufgenommen werden.
Die Übergaben sind Teil der Modernisierung und Neuordnung der Ausrüstung, die bei den brasilianischen Streitkräften im Dienst steht. Damit sollen Ressourcen besser genutzt und die regionale Zusammenarbeit gestärkt werden. Brasilien bekräftigt in diesem Zusammenhang seine Rolle als zentraler Akteur der militärischen Integration im südlichen Lateinamerika. Paraguay und Uruguay erweitern zugleich ihre operativen Fähigkeiten: Die übernommenen Mittel verbessern ihre Eigenständigkeit, Ausbildung und Reaktionsfähigkeit bei Notfällen und gemeinsamen Einsätzen.






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