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Dieser Mazda RX-7 Spirit R Type A von RE Amemiya hat 596 PS

Roter Sportwagen mit schwarzer Motorhaube und großem Heckspoiler in Innenraum mit dunklem Hintergrund.
In diesem Artikel
  1. Mazda RX-7 Spirit R Type A mit 596 PS
  2. Karosserie und Fahrwerk des RE Amemiya RX-7
  3. Innenraum und Auktion des Mazda RX-7

Liebe Gran Turismo-Fans, erinnert ihr euch noch an RE Amemiya? Das mittlerweile 50 Jahre alte Tuninghaus hat sich darauf spezialisiert, Mazda-Modelle mit Wankelmotor kräftig aufzurüsten und sie in verschiedenen japanischen Motorsportserien wie der Super GT oder dem D1 Grand Prix antreten zu lassen. Gelegentlich widmet sich der Betrieb auch Straßenfahrzeugen.

Mazda RX-7 Spirit R Type A mit 596 PS

Ein Beispiel dafür ist dieser RX-7 „Spirit R Type A“ mit rund 90.100 Kilometern Laufleistung. Er zählt zu den begehrenswertesten Ausführungen von Mazdas Kultmodell mit Wankelmotor. Gerade einmal 1.044 Exemplare entstanden, davon nur 53 in Rot. Damit ist er ungefähr so selten wie ein guter Dialog in der letzten Staffel von Game of Thrones.

Das Original musste sich noch mit den damals für japanische Sportwagen üblichen 280 PS begnügen. Amemiya hat die Leistung dieses Exemplars hingegen auf 596 PS gesteigert. Damit kommt es beinahe an einen Porsche Carrera GT heran und erreicht die Beschleunigungszeit der deutschen Legende von 0 auf 100 km/h: 3,5 Sekunden. Schnell ist das also durchaus.

Unter der Motorhaube fallen zahlreiche blaue Kabel auf, ähnlich wie in Brian O’Conners Eclipse. Darunter sitzt ein „13B-REW“-Motorblock, dem zwei HKS-Turbolader, ein Apexi-Motorsteuergerät, ein ARC-Ladeluftkühler und eine Bearbeitung der Einlasskanäle nach dem Bridge-Porting-Prinzip auf die Sprünge helfen. Wer damit nur Fachchinesisch verbindet, muss sich vor allem eines merken: Für die Trommelfelle dürfte es ordentlich laut werden.

Karosserie und Fahrwerk des RE Amemiya RX-7

Auch optisch geht es lautstark zur Sache. Ein brachialer Nachrüst-Karosseriesatz soll Aerodynamik und Kühlung verbessern. Außerdem wurde viel Wert auf geringes Gewicht gelegt: Motorhaube, Heckdiffusor, Rückleuchtenblende und Teile der Radkästen bestehen aus Carbon. Der absurd große Heckflügel ist ebenfalls aus dem leichten Material gefertigt und lässt sich vollständig verstellen.

Zu den weiteren Anbauteilen gehört ein keineswegs kleiner Prodrive-Auspuff, der für maximale Wirkung hellblau gefärbt ist. Dazu kommen geschmiedete Advan-Leichtmetallräder mit 17 Zoll beziehungsweise rund 43,2 Zentimetern Durchmesser. Dahinter sitzen rote Bremssättel und ein Bilstein-Fahrwerk. Für den Fall eines Ausflugs in den Straßengraben gibt es vorne auch einen Abschlepphaken.

Innenraum und Auktion des Mazda RX-7

Wer im Cockpit eine ruhigere Gestaltung erwartet, wird enttäuscht. Zu den besonderen Merkmalen des RX-7 zählen sowohl seine Sitzposition als auch der konsequent auf den Fahrer ausgerichtete Innenraum. Man sitzt tief über dem Boden, mit dem Hintern beinahe auf der Straße, während sich die Beine weit nach vorne strecken – gefühlt bis in ein anderes Postleitzahlengebiet.

Die verschiedenen Schalter und Bedienelemente liegen in einer kompakten Anordnung dicht neben dem Fahrer. Weil es sich um ein Fahrzeug auf Amemiya-Niveau handelt, sitzen obendrein zusätzliche großformatige Anzeigen auf dem Armaturenbrett. Benutzen wird man sie offensichtlich nie, aber sie sehen cool aus.

Die roten Recaro-Sitze bestehen aus Carbon und Kevlar, dazu gibt es ein eigens angefertigtes Lenkrad von Nardi Personal. Die größte Veränderung ist jedoch der Überrollkäfig: Er reicht bis direkt zu den Insassen und wirkt überhaupt nicht einschüchternd.

Genau dieses Auto wird über den auf besondere Fahrzeuge spezialisierten Händler Axxle aus Sydney versteigert. Der geschätzte Preis liegt bei knapp 200.000 britischen Pfund – ungefähr so viel, wie man inzwischen für eine Einzimmerwohnung knapp außerhalb des Londoner Autobahnrings M25 bezahlen soll. Wir wissen, wofür wir uns entscheiden würden …

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Katharina Leitner

Katharina Leitner ist Kulturwissenschafterin und Autorin aus Graz mit Schwerpunkt auf österreichischer Alltagskultur und regionalen Sprachbesonderheiten. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Schmolik, dessen Traditionen, Bedeutungen und zeitgemäßen Entwicklungen, und sammelt dazu Geschichten, Rezepte und Erfahrungsberichte aus ganz Österreich.

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