Anfang 2020 stellte Toyota den Plan vor, auf dem Gelände seiner ehemaligen Fabrik am Fuß des Fuji eine eigene Stadt zu errichten. Unter dem Namen Woven City sollte sie Wissenschaftlern, Erfindern, Ingenieuren und Forschern ein Zuhause bieten, in dem sie neue Technologien unter realen Bedingungen entwickeln und erproben können.
Erste Bauphase von Toyotas Woven City abgeschlossen
Fünf Jahre später hat Toyota-Verwaltungsratschef Akio Toyoda nun bestätigt, dass die erste Bauphase fertiggestellt ist. Noch in diesem Jahr sollen offenbar die ersten der rund 2.000 Bewohner einziehen. Die ersten Plätze sind für Toyota-Mitarbeiter sowie deren Familien und Haustiere vorgesehen.
Eine Anstellung bei Toyota ist jedoch keine Voraussetzung, um in Woven City zu wohnen. Auf der CES 2025 kündigte Akio einen Wettbewerb an, bei dem sich Erfinder und Jungunternehmen um Stipendien und einen Ort zur Erprobung ihrer neuen Ideen bewerben können. Er wurde dort mit seinem offiziellen Titel „Verwaltungsratschef und Meisterfahrer“ vorgestellt und trug dieselbe Krawatte wie fünf Jahre zuvor.
„Falls da draußen Erfinder einen wirklich großen Arbeitsplatz suchen, denken Sie bitte an uns“, sagte Toyoda auf der CES. „Wenn wir Toyotas Stärken mit jenen aus anderen Branchen verbinden, können wir neue Produkte und Dienstleistungen schaffen, die wir allein niemals zustande bringen würden.“
Lust darauf? Als Wohnort wirkt die Stadt jedenfalls malerisch. Allerdings sollte man sich vorher vergewissern, dass man nichts gegen den Umgang mit Robotern hat: Sie werden überall zu finden sein.
Autonome Fahrzeuge und Mobilität in Woven City
Die Autos hat Toyota zum Glück nicht völlig vergessen. Eine Stadt, in der alle entweder einen GR Yaris oder einen Land Cruiser fahren, sollte man dennoch nicht erwarten. In Woven City sind ausschließlich autonome Fahrzeuge mit geringen oder gar keinen Emissionen erlaubt. Ihr Einsatz soll dazu beitragen, Toyotas KI-gestützte Technologie für fahrerlose Fahrzeuge mit umfassender Umgebungserfassung weiterzuentwickeln.
Laut Toyota zeigt Woven City das „langfristige Engagement für die Gestaltung der Zukunft der Mobilität“. Toyoda selbst räumte ein, dass das Projekt dem Unternehmen vermutlich keinen Gewinn bringen werde.
„Wird Toyota damit Geld verdienen? Vielleicht nicht, aber das ist in Ordnung“, sagte er. „Als Teil der Weltgemeinschaft trägt Toyota die Verantwortung, in unsere gemeinsame Zukunft zu investieren. Wir müssen das, was wir gelernt haben, mit anderen teilen und neue Ideen unterstützen, die dem Planeten und seinen Menschen zugutekommen. Deshalb haben wir Woven City geschaffen.“
Ausbau der Woven City und Flugtaxi-Pläne
Die erste Bauphase des Projekts, für das im Februar 2021 der Spatenstich erfolgte, umfasst eine Fläche von rund 50.000 m². Nach der vollständigen Fertigstellung soll sich die Stadt auf 708.000 m² erstrecken. Außerdem ist geplant, dass Toyotas Flugauto-Projekt eines Tages einen Taxidienst zwischen Woven City und Tokio anbietet. Von Autoherstellern geplante Städte – das ist die Zukunft, Leute …






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