Zum Inhalt springen
Nachrichten

Porsche 911 SPC von SportClasse: Eine besondere Reise zum Festival do Caramulo

Silberner Porsche 911 Sportwagen auf blau-weiß gemustertem Boden vor großer Fensterfront mit Brückenblick.
In diesem Artikel
  1. Ein Porsche 911, der noch besonderer ist
  2. Über diesen Porsche 911 SPC
  3. Die Geschichte geht weiter

Die Aufgabe war einfach: von Lissabon zum Festival do Caramulo fahren. Doch heuer sollte mir die Reise zum größten Automobilfestival Portugals für immer in Erinnerung bleiben. Deshalb fiel meine Wahl auf einen Porsche, dessen Entstehung ich miterlebt habe. Ja, ich habe ihn tatsächlich entstehen sehen – wie das gemeint ist, erkläre ich im Laufe des Videos.

Dieser besondere Porsche trägt auch einen besonderen Namen: Porsche 911 SPC. So heißt der in Portugal gebaute Restomod aus den Werkstätten von SportClasse. Der traditionsreiche Tuner und unabhängige Porsche-Spezialist unterhält seit mehr als 30 Jahren mitten in Lissabon ein Heiligtum für die Marke aus Stuttgart.

Drei Jahrzehnte Geschichte mündeten schließlich in diese neue Modellreihe namens 911 SPC. Das von mir getestete Exemplar ist das dritte Mitglied der Familie. Als Grundlage für den Restomod diente ein Porsche 911 der G-Serie. Was daraus geworden ist, lässt sich allerdings nur schwer in Worte fassen.

Zum Glück brauchen manche Momente in diesem Video keine Worte. Genau mit dieser ohrenbetäubenden Stille habe ich das Video begonnen:

Ein Porsche 911, der noch besonderer ist

Die Idee für den Porsche 911 SPC stammt von André Nunes, dem Enkel des neunfachen portugiesischen Rallye-Meisters Américo Nunes. Sein Werk ist inzwischen auf der Straße unterwegs – und es ist nicht das einzige.

André gehört zur dritten Generation der Familie Nunes, die mit Porsche verbunden ist. Insgesamt widmet sich die Familie den in Stuttgart entstandenen Autos seit mehr als 60 Jahren. Nach all dieser Zeit werden diese Porsche-Klassiker nun auch in Lissabon wiedergeboren.

Gemeinsam mit seinem Vater Jorge Nunes, dem Gründer von SportClasse, entwickelt André Nunes seit vier Jahren dieses Projekt, das „nicht einfach ein weiterer Restomod“ ist.

„Ich möchte unseren Kunden die Möglichkeit geben, jeden Tag mit einem Porsche 911 zur Arbeit zu fahren, der so unmittelbar ist wie die Rennversionen. Gleichzeitig soll er im Alltag so gut nutzbar sein wie die jüngsten Generationen.“

André Nunes, Gründer des SPC-Projekts

Als Basis für das SPC-Projekt dient fast immer ein 911 der G-Serie. Das Fahrzeug kann vom Kunden selbst kommen oder aus dem umfangreichen Bestand von SportClasse ausgewählt werden. Danach sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt.

Der Vergleich mit dem Kauf eines Maßanzugs ist keineswegs übertrieben: Stoffe, Farben der Verkleidungen und sogar die Art der Nähte lassen sich auswählen.

Auch bei den mechanischen Komponenten ist die Auswahl enorm. Das gilt für den Motor ebenso wie für das Chassis, die Radaufhängung und die Bremsanlage. Ihr erinnert euch: Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

Über diesen Porsche 911 SPC

Wer diesen 911 SPC fährt, beginnt, seine Überzeugungen zu hinterfragen. Die Vorstellung einer göttlichen Eingebung erscheint plötzlich nicht mehr abwegig. Ein Auto, das so klingt, muss eine Seele haben.

Selbst wenn es keine Seele besitzen sollte, steckt es voller besonderer Details. Dazu gehört die Karosserie mit Paneelen aus Kohlefaser, die das Gewicht mit nur 1100 kg niedrig hält. Hinzu kommen der 3,2-Liter-Motor in RSR-Spezifikation mit 320 PS, ein mechanisches Sperrdifferenzial, eine spezielle Radaufhängung, eine Brembo-Bremsanlage und vieles mehr. Dem Zufall wurde nichts überlassen.

Alle Zutaten wurden darauf abgestimmt, dass der 911 SPC ein unverfälschtes, analoges Fahrerlebnis bietet und zugleich den Komfort und die Zuverlässigkeit eines modernen Supersportwagens mitbringt. Eine Klimaanlage ist ebenso an Bord wie ein modernes Navigationssystem mit Smartphone-Anbindung. Dieses ist ein Originalzubehör der Marke, das für die Klassiker erhältlich ist. Sitzheizung? Selbstverständlich auch.

Die Geschichte geht weiter

Das von mir gefahrene Exemplar trägt die Nummer 003. Auf portugiesischen Straßen sind bereits weitere Fahrzeuge unterwegs, andere wurden für entferntere Regionen bestellt. Dieses Video zeigt meinen ersten Kontakt mit einem SPC, doch es wird nicht der letzte sein. Schon bald geht es wieder auf die Straße. Und beim nächsten Mal nehme ich mir versprochen mehr Zeit … manche Autos muss man in Ruhe genießen. Eine Woche war dafür zu kurz.

Wer inzwischen mehr über die Porsche 911 von SportClasse erfahren möchte, kann hier vorbeischauen. Legt aber das Telefon und die Geldbörse außer Reichweite. Sagt hinterher nicht, ich hätte euch nicht gewarnt …

Gerade beliebt

Katharina Leitner

Katharina Leitner ist Kulturwissenschafterin und Autorin aus Graz mit Schwerpunkt auf österreichischer Alltagskultur und regionalen Sprachbesonderheiten. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Schmolik, dessen Traditionen, Bedeutungen und zeitgemäßen Entwicklungen, und sammelt dazu Geschichten, Rezepte und Erfahrungsberichte aus ganz Österreich.

Kommentare

Noch keine Kommentare. Sei der Erste!

Kommentar hinterlassen