Manthey Performance hat angekündigt, dass sich sein Paket für den ohnehin schon übernatürlich aufgerüsteten Porsche 911 GT3 RS nun in den USA bestellen lässt. Für 116.160 US-Dollar kann man damit auf der Rennstrecke seiner Wahl schnellere Runden drehen als Besitzer eines „normalen“ GT3 RS.
Man könnte aber auch mit diesen „normalen“ GT3-RS-Fahrern mithalten und sich stattdessen einen komplett neuen Cayman GTS mit 4,0-Liter-Motor für 99.700 US-Dollar kaufen. Oder fast einen weiteren neuen 911 Carrera in der Grundausführung für 120.100 US-Dollar. Natürlich ist dieser Vergleich nicht ganz ernst gemeint: Besitzer eines GT3 RS werden solche Rechnungen wohl kaum anstellen.
Während man selbst bei einer unglücklichen Touristenfahrt auf dem Nürburgring unterwegs ist, dürften sie vielmehr als verschwommener Mix aus Kohlefaser und Sechszylinder-Boxerklang vorbeiziehen, bevor sie zur Analyse ihrer Rundendaten einkehren. Mit dem Manthey-Paket gibt es dabei jede Menge Daten auszuwerten. Wie inzwischen bekannt sein sollte, erhält der GT3 RS damit „umfangreiche“ aerodynamische Änderungen, die ihn auf der Rennstrecke förmlich am Asphalt kleben lassen.
Aerodynamik des Porsche 911 GT3 RS mit Manthey-Paket
Dazu zählen eine größere, kohlefaserverstärkte Frontlippe, überarbeitete Gurney-Klappen an den vorderen Radkästen und doppelte Luftleitflügel, die den Abtrieb an der Vorderachse erhöhen. Die Heckscheibe wird kurzerhand entsorgt und durch eine Kohlefaserplatte ersetzt, die um 25 Prozent leichter ist. Dazu kommt eine Haifischflosse, gefolgt von weiteren Finnen auf dem Dach. Am Heck wird ein gewaltiger Diffusor montiert.
Hinzu kommen der riesige, zweigeteilte DRS-Heckflügel und größere Flügelendplatten. Insgesamt sorgen Mantheys Änderungen gegenüber der Porsche-Ausführung für 20 Prozent mehr Abtrieb – „ohne zusätzlichen Luftwiderstand“. Bei 285 km/h erzeugt der übernatürlich verbesserte GT3 RS rund 998 Kilogramm, also praktisch eine Tonne, Abtrieb. „Dadurch kann der Fahrer mit höherem Tempo durch Kurven fahren“, erklärt Porsche.
Auch das Fahrwerk wurde entsprechend angepasst: Es gibt neue Federraten, neue Ventile für die Dämpfer und ein neues Steuergerät, das alles regelt. Die Bremsen erhalten Stahlflexleitungen, weil diese eine bessere Rückmeldung bieten. Also den linken Fuß bereithalten. Und die Geldbörse.
Manthey-Paket für den Porsche 911 GT2 RS
Wer rund 3.000 US-Dollar weniger ausgeben möchte, kann stattdessen seinen älteren 911 GT2 RS aufrüsten, das Fahrzeug der Baureihe 991, das unten abgebildet ist. Dafür beginnt Mantheys Paket bei 113.140 US-Dollar. Wie beim GT3 stehen auch beim GT2 aerodynamische Änderungen im Mittelpunkt: Frontspoilerklappen, ein Unterboden aus Kohlefaser, neue Luftführungen an den Vorderrädern, ein neuer Heckspoiler, ein überarbeiteter Diffusor und aerodynamische Scheiben an den Hinterrädern.
Die einstellbaren Dämpfer lassen sich vorne auf drei und hinten auf vier Arten justieren. Leichtere Magnesiumräder kommen ebenso hinzu wie ein zusätzlicher Wassertank, mit dem die Ladeluftkühler besprüht werden. Eine ernste Angelegenheit.
Und genau darum geht es: Die Manthey-Pakete sind ernsthafte Umbauten für ausgesprochen leistungsstarke Sportwagen. Flapsige Vergleiche mit weniger extremen Modellen wie einem Cayman GTS mit 4,0 Litern Hubraum oder einem 911 Carrera in der Grundausführung lassen sie kalt.






Kommentare
Noch keine Kommentare. Sei der Erste!
Kommentar hinterlassen